Walter Grady Roberts war Dramatiker, Schauspieler und Lehrer und vor allem als Vater des Hollywood-Stars Julia Roberts bekannt. Er war Mitbegründer des Atlanta Actors and Writers Workshop und unterrichtete viele aufstrebende Künstler in der Schauspielerei, darunter Yolanda King, die Tochter von Martin Luther King Jr. und Coretta Scott King. Sein Leben wurde jedoch durch Kehlkopfkrebs beendet, der ihn 1977 im Alter von nur 44 Jahren das Leben kostete.
Frühes Leben und Karriere von Walter Grady Roberts
Walter Grady Roberts wurde am 25. Dezember 1933 in Georgia, USA, geboren. Seit seiner Kindheit liebte er Theater und Schauspiel und verfolgte seinen Traum, Schauspieler und Dramatiker zu werden. Er lernte seine zukünftige Frau Betty Lou Bredemus kennen, als er das Stück „George Washington Slept Here“ für die Streitkräfte aufführte. Sie verliebten sich und heirateten 1955.
Gemeinsam zogen sie nach Atlanta und gründeten den Atlanta Actors and Writers Workshop, der sich zu einem erfolgreichen Unternehmen entwickelte. Sie leiteten außerdem eine Schauspielschule für Kinder und kreierten die Kindersendung „Bum Bum and His Buddies“ für den lokalen Sender. Sie bekamen drei Kinder: Eric, Lisa und Julia, die alle in die Fußstapfen ihrer Eltern traten und Schauspieler wurden.
Scheidung und Entfremdung von seinen Kindern
Walters und Bettys Ehe war jedoch nicht glücklich. Sie hatten finanzielle Probleme, und ihre Werkstatt verfiel allmählich. 1971 beschlossen sie, sich scheiden zu lassen. Die Scheidung wurde 1972 vollzogen. Betty nahm die Kinder mit und zog nach Smyrna, Georgia. Julia war zum Zeitpunkt der Trennung erst fünf Jahre alt.
Walter entfremdete sich von seinen Kindern, insbesondere von seinem ältesten Sohn Eric, der ihm vorwarf, sie im Stich gelassen zu haben. Auch zu Julia hatte er ein angespanntes Verhältnis, die später sagte, sie habe ihn kaum gekannt. Er versuchte, wieder Kontakt zu ihnen aufzunehmen, aber es war zu spät.
Diagnose und Tod durch Kehlkopfkrebs
Mitte der 1970er Jahre wurde bei Walter Kehlkopfkrebs diagnostiziert, was ihn schwer traf. Er unterzog sich einer Operation und Strahlentherapie, doch sein Zustand verschlechterte sich. Er starb am 31. Januar 1977 im Alter von 44 Jahren. Sein Tod hinterließ bei seinen Kindern tiefe Trauer.
Julia sagte später, sie wünschte, sie hätte mehr Zeit mit ihm verbracht und mehr über ihn erfahren. Sie sagte auch, sie habe seinen Sinn für Humor und seine Liebe zum Geschichtenerzählen geerbt. Sie widmete ihm 2001 ihre oscarprämierte Darstellung in „Erin Brockovich“.
Vermächtnis von Walter Grady Roberts
Walter Grady Roberts erlangte zwar weder als Schauspieler noch als Dramatiker Ruhm und Reichtum, hinterließ seinen Kindern jedoch Talent und Kreativität. Er inspirierte auch viele junge Schauspieler, die in seinem Workshop von ihm lernten. Er ist als leidenschaftlicher und engagierter Lehrer in Erinnerung geblieben, der Theater und Schauspiel liebte.
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Laut VergeWiki war er auch ein Aktivist, der die Bürgerrechtsbewegung unterstützte und 1965 an den Märschen von Selma nach Montgomery teilnahm. Er war mit Martin Luther King Jr. und Coretta Scott King befreundet und brachte ihrer Tochter Yolanda das Schauspiel bei.
Walter Grady Roberts‘ Todesursache war ein tragisches Ende eines Lebens mit viel Potenzial. Er starb zwar jung, aber er lebt in den Herzen seiner Familie und Fans weiter.

