Sharon Tate war eine amerikanische Schauspielerin und ein Model, die in den 1960er Jahren zu einem der vielversprechendsten Talente Hollywoods avancierte. Ihr Leben, das tragisch früh endete, hinterließ einen unauslöschlichen Eindruck in der Unterhaltungsindustrie.
Vollständiger Name: Sharon Marie Tate Polanski
Geburtsdatum: 24. Januar 1943
Geburtsort: Dallas, Texas, USA
Nationalität: Amerikanisch
Frühes Leben und familiärer Hintergrund
Sharon, die älteste von drei Töchtern von Colonel Paul James Tate, einem Offizier des US-amerikanischen Militärnachrichtendienstes, und Doris Gwendolyn (geb. Willett), wurde aufgrund der Militärkarriere ihres Vaters häufig umgezogen, sodass Sharon bis zu ihrem 16. Lebensjahr in sechs verschiedenen Städten gelebt hatte. Dieser unstete Lebensstil erschwerte es ihr, dauerhafte Freundschaften zu knüpfen, und trug zu ihrer schüchternen und zurückhaltenden Art bei. Trotz dieser Herausforderungen war Sharons Schönheit schon früh erkennbar; im Alter von sechs Monaten gewann sie den Schönheitswettbewerb „Miss Tiny Tot of Dallas“.
Ausbildung
Sharons Schulbildung war so vielfältig wie ihre Wohnorte. Sie besuchte mehrere Schulen, darunter die Chief Joseph Junior High School, die Columbia High School und die Irvin High School. Ihren Highschool-Abschluss machte sie 1961 an der Vicenza American High School in Italien. Während ihrer Zeit in Italien wurde sie sowohl zur Ballkönigin als auch zur Homecoming-Königin gekrönt, was ihre Beliebtheit bei ihren Mitschülern widerspiegelte.
Berufsbeginn und wichtige Meilensteine
Sharons Einstieg in die Unterhaltungsbranche begann in Italien, wo sie als Statistin im Film „Barabbas“ (1961) mitwirkte. Ermutigt von dem Schauspieler Richard Beymer, den sie in dieser Zeit kennenlernte, verfolgte sie die Schauspielerei fortan mit größerem Eifer. Nach ihrer Rückkehr in die Vereinigten Staaten ergatterte sie kleinere Fernsehrollen, unter anderem in „The Beverly Hillbillies“ (1963–1965), wo sie die wiederkehrende Figur Janet Trego verkörperte.
Ihre erste bedeutende Filmrolle hatte sie in „Eye of the Devil“ (1966), einem britischen Mystery-Horrorfilm. Doch erst ihre Darstellung der Jennifer North in „Valley of the Dolls“ (1967) katapultierte sie zum Ruhm und brachte ihr eine Golden-Globe-Nominierung als „Vielversprechendste Nachwuchsschauspielerin“ ein.
Bemerkenswerte Werke und Leistungen
Neben „Valley of the Dolls“ stellte Sharon ihre Vielseitigkeit in mehreren Filmen unter Beweis:
- „Tanz der Vampire“ (1967): Eine Horrorkomödie unter der Regie von Roman Polanski, in der sie Sarah Shagal spielte.
- „Don’t Make Waves“ (1967): Eine Komödie, in der sie Malibu, eine begeisterte Fallschirmspringerin, verkörperte.
- „The Wrecking Crew“ (1968): Ein Actionfilm, in dem sie die Rolle der Freya Carlson an der Seite von Dean Martin spielt.
Ihr letzter Film, „12+1“ (1969), wurde posthum veröffentlicht.
Privatleben und Beziehungen
1968 heiratete Sharon den Regisseur Roman Polanski. Das Paar erwartete sein erstes Kind, einen Sohn, als sich die Tragödie ereignete. Am 9. August 1969 wurde Sharon, die im achten Monat schwanger war, zusammen mit vier weiteren Personen von Mitgliedern der Manson-Familie in ihrem Haus in Los Angeles ermordet.
Vermögen und Lebensstil
Zum Zeitpunkt ihres Todes wurde Sharons Vermögen auf etwa 45.400 US-Dollar geschätzt, was heute etwa 300.000 US-Dollar entspricht. Ihr Einkommen stammte hauptsächlich aus ihrer Schauspiel- und Modelkarriere.
Interessante Fakten und Wissenswertes
- Früher Erfolg bei Schönheitswettbewerben: Sharons Schönheit wurde schon früh erkannt; sie gewann den Schönheitswettbewerb „Miss Tiny Tot of Dallas“ im Alter von nur sechs Monaten.
- Internationale Erziehung: Die Militärkarriere ihres Vaters führte dazu, dass die Familie in verschiedenen Ländern lebte, unter anderem in Italien, wo Sharon die High School besuchte.
- Modelkarriere: Vor ihrem schauspielerischen Durchbruch war Sharon ein erfolgreiches Model und zierte zahlreiche Magazincover und Werbespots.
Wohltätige Arbeit und Vermächtnis
Nach Sharons tragischem Tod setzte sich ihre Mutter, Doris Tate, vehement für die Rechte von Opfern ein und bewirkte so bedeutende Gesetzesänderungen in Kalifornien. Sharons Vermächtnis lebt in der Popkultur fort, und ihr Leben und ihre Karriere faszinieren weiterhin ein breites Publikum.
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Zukunftspläne und Auswirkungen auf die Kultur
Sharons Leben war zwar tragisch kurz, doch ihr Einfluss auf die Unterhaltungsbranche ist nach wie vor bedeutend. Ihre Darbietungen, insbesondere in „Das Tal der Puppen“, werden weiterhin gefeiert, und ihre Geschichte wurde in verschiedenen Filmen und Dokumentationen aufgegriffen, sodass ihr Vermächtnis fortlebt.

