Wer nach Du Pico sucht, meint meistens die Montanha do Pico auf der portugiesischen Azoreninsel Pico. Der 2.351 Meter hohe Vulkan ist der höchste Berg Portugals. Seine Besteigung gehört zu den eindrucksvollsten, aber auch anspruchsvollsten Wanderungen des Archipels.
Der offizielle Weg beginnt an der Casa da Montanha auf etwa 1.200 bis 1.230 Metern Höhe. Von dort führt die Route rund 3,8 Kilometer bergauf zum Piquinho, dem höchsten Punkt. Dabei überwinden Wanderer ungefähr 1.150 Höhenmeter. Für Aufstieg und Abstieg sollten insgesamt sechs bis acht Stunden eingeplant werden.
Der Zugang ist reguliert. Besucher müssen einen Platz reservieren, sich vor dem Start an der Casa da Montanha anmelden und ein GPS-Ortungsgerät mitnehmen. Außerdem sind geeignete Schuhe, mindestens 1,5 Liter Wasser, Verpflegung und wettergerechte Kleidung vorgeschrieben.
Montanha do Pico auf einen Blick
| Merkmal | Angabe |
| Höhe | 2.351 Meter |
| Lage | Insel Pico, Azoren, Portugal |
| Start und Ziel | Casa da Montanha |
| Startpunkt | etwa 1.200 bis 1.230 Meter |
| Entfernung | rund 3,8 Kilometer pro Richtung |
| Gesamtlänge | etwa 7,6 Kilometer |
| Höhenunterschied | ungefähr 1.150 Meter |
| Durchschnittliche Dauer | sechs bis acht Stunden |
| Schwierigkeit | schwer |
| Höchster Punkt | Piquinho |
| Reservierung | erforderlich |
| Aufstieg ohne Guide | während der regulären Öffnungszeiten möglich |
| Eintritt bis zum Piquinho | 25 Euro für einen individuellen Aufstieg |
| Mindestalter | fünf Jahre |
Die offizielle Einstufung beschreibt die 7,6 Kilometer lange Gesamtstrecke als schwer und nennt eine durchschnittliche Dauer von sieben Stunden. Je nach Kondition, Wetter und Bodenverhältnissen kann die Tour jedoch länger dauern.
Was bedeutet Du Pico?
Du Pico ist kein vollständiger portugiesischer Name. Das Wort „du“ stammt aus dem Französischen und entsteht aus der Verbindung von „de“ und „le“. Es bedeutet je nach Zusammenhang ungefähr „des“, „vom“ oder „von dem“.
So lautet der französische Name der Weinbaukulturlandschaft der Insel beispielsweise „Paysage viticole de l’île du Pico“. Der Ausdruck „du Pico“ ist hier ein Teil der französischen Formulierung und kein eigenständiger Ortsname.
Im Portugiesischen verwendet man dagegen „do“, eine Verbindung aus „de“ und „o“. Deshalb heißen der Berg Montanha do Pico und die Insel Ilha do Pico.
Die Form „Montanha du Pico“ vermischt Portugiesisch und Französisch. Für einen deutschsprachigen Reiseartikel sind daher diese Bezeichnungen richtig:
- Montanha do Pico
- Pico-Berg
- Pico-Vulkan
- Berg Pico
- Pico Mountain oder Mount Pico in englischen Texten
Wo liegt die Montanha do Pico?
Die Montanha do Pico liegt im Westen der Insel Pico. Diese gehört zur zentralen Inselgruppe der Azoren und ist nach São Miguel die zweitgrößte Insel des Archipels. Der Vulkankegel prägt ihre Landschaft so stark, dass Pico häufig als „Berginsel“ bezeichnet wird.
Pico darf nicht mit den Gipfeln auf Madeira verwechselt werden. Der Pico do Arieiro und der Pico Ruivo liegen auf Madeira, nicht auf den Azoren. Wer den höchsten Berg Portugals besteigen möchte, muss zur Insel Pico reisen.
Der höchste Punkt der Montanha do Pico heißt Piquinho, auch Pico Pequeno genannt. Dabei handelt es sich um einen kleinen, steilen Gipfelkegel oberhalb des Hauptkraters.
Wie verläuft die Montanha-do-Pico-Besteigung?
Die offizielle Route beginnt und endet an der Casa da Montanha. Das Besucher- und Kontrollzentrum liegt in etwa 1.200 Metern Höhe und ist für alle Bergsteiger die erste Anlaufstelle. Dort erfolgen die Anmeldung, die Sicherheitsunterweisung und die Ausgabe des GPS-Ortungsgeräts.
Der Weg führt zunächst über Erde und festeren vulkanischen Untergrund. Weiter oben wird das Gelände zunehmend steiler, felsiger und unebener. Je nach Wetter können außerdem lockerer Schotter, Schlamm und rutschige Stellen auftreten.
Auf der Route stehen 47 hölzerne Markierungspfosten. Der letzte befindet sich im Krater und weist den Weg zum Piquinho. Bei dichtem Nebel können die Abstände zwischen den Markierungen problematisch werden. Wer nach einer halben Stunde keinen weiteren Pfosten findet, soll nach offizieller Empfehlung zur vorherigen Markierung zurückkehren.
Der letzte Abschnitt vom Krater auf den Piquinho ist besonders steil. Hier müssen Wanderer teilweise die Hände einsetzen, um sich abzustützen. Technische Kletterausrüstung ist unter normalen, schnee- und eisfreien Bedingungen zwar nicht grundsätzlich vorgeschrieben, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind jedoch wichtig.
Länge, Höhenmeter und Dauer
Die Aufstiegsstrecke misst ungefähr 3,8 Kilometer. Da die Wanderung auf demselben Weg zurückführt, ergibt sich eine Gesamtstrecke von rund 7,6 Kilometern. Zwischen der Casa da Montanha und dem Gipfel liegen etwa 1.150 Höhenmeter.
Für den Aufstieg nennt die offizielle Verwaltung durchschnittlich drei bis vier Stunden. Für den Abstieg werden ebenfalls drei bis vier Stunden angesetzt. Die gesamte Pico-Besteigung dauert daher normalerweise sechs bis acht Stunden.
Die Strecke ist zwar nicht besonders lang, steigt jedoch fast ununterbrochen steil an. Das Tempo lässt sich deshalb nicht mit einer gewöhnlichen Wanderung auf flachem Gelände vergleichen.
Der Abstieg kann ebenso lange dauern wie der Aufstieg. Lockeres Vulkangestein, steile Stufen und müde Beine beanspruchen vor allem Knie, Füße und Sprunggelenke. Die Bergverwaltung empfiehlt, den Abstieg spätestens vier Stunden vor Sonnenuntergang zu beginnen.
Kürzere Wanderung zur Furna Abrigo
Besucher müssen nicht zwingend bis zum Gipfel steigen. Eine kürzere Alternative führt von der Casa da Montanha zur Furna Abrigo.
Dieser Abschnitt ist ungefähr einen Kilometer lang und dauert nach offizieller Angabe durchschnittlich 45 Minuten. Für weniger trainierte Reisende bietet er die Möglichkeit, einen Teil der Vulkanlandschaft kennenzulernen, ohne die vollständige Gipfeltour zu absolvieren.
Wie schwierig ist die Pico-Besteigung?
Die offizielle Route wird als schwer eingestuft. Entscheidend sind weniger die Entfernung als vielmehr der große Höhenunterschied, die anhaltende Steigung und der unebene Untergrund.
Wanderer sollten folgende Anforderungen bewältigen können:
- sechs bis acht Stunden körperliche Belastung,
- ungefähr 1.150 Höhenmeter im Auf- und Abstieg,
- steile und felsige Abschnitte,
- loses Vulkangestein,
- möglicherweise nassen oder schlammigen Untergrund,
- schnelle Wetterwechsel,
- steiles Absteigen bei bereits ermüdeter Muskulatur.
Für fitte und bergerfahrene Personen ist die Tour bei guten Bedingungen normalerweise ohne technische Kletterkenntnisse machbar. Anfänger sollten jedoch einen akkreditierten Bergführer buchen.
Menschen mit erheblichen Herz-, Atemwegs-, Knie-, Fuß- oder Gleichgewichtsproblemen sollten vor einer Buchung medizinisch klären, ob die Belastung für sie geeignet ist. Die Casa da Montanha weist darauf hin, dass Personen mit einer anerkannten Behinderung oder deutlichen körperlichen Einschränkung das Zentrum vorab kontaktieren sollen.
Reservierung und Anmeldung
Für die Montanha-do-Pico-Besteigung steht ein offizielles Reservierungssystem der Regionalregierung zur Verfügung. Dort wählen Besucher das Datum, die geplante Startzeit, die voraussichtliche Rückkehrzeit sowie das gewünschte Ziel aus. Zur Auswahl stehen unter anderem der Krater, der Piquinho und eine Übernachtung im Krater.
Eine Online-Reservierung ersetzt nicht die Anmeldung vor Ort. Vor dem Start müssen Wanderer an der Casa da Montanha registriert werden. Am Ende der Tour müssen sie sich dort wieder abmelden.
Der Bergweg darf gleichzeitig von höchstens 160 Personen genutzt werden. Die maximale tägliche Kapazität liegt bei 320 Besuchern. Beliebte Termine können deshalb frühzeitig ausgebucht sein.
Eine spontane Anreise ohne bestätigten Platz ist besonders in den Sommermonaten riskant. Auch eine vorhandene Reservierung garantiert keinen Aufstieg, wenn der Berg wegen gefährlicher Wetterbedingungen geschlossen wird.
Was kostet die Montanha-do-Pico-Besteigung?
Für individuelle Aufstiege gelten nach der aktuell veröffentlichten Preisliste folgende Gebühren:
| Ziel oder Leistung | Preis |
| Furna Abrigo | 5 Euro |
| Krater | 15 Euro |
| Piquinho beziehungsweise Pico Pequeno | 25 Euro |
| Übernachtung im Krater | zusätzlich 10 Euro |
| GPS-Haftungsausschluss | optional 30 Euro |
| Schließfach | 2 Euro |
| Einwohner der Azoren | kostenlos mit entsprechendem Nachweis |
Der Preis von 25 Euro für den Piquinho bezeichnet den vollständigen individuellen Zugang bis zum höchsten Punkt. Es handelt sich nicht um 25 Euro zuzüglich einer weiteren Kratergebühr.
Bei einer geführten Tour kommt der Preis des Veranstalters hinzu. Dieser umfasst je nach Angebot den Bergführer, die Organisation, Ausrüstung oder weitere Leistungen. Deshalb ist eine geführte Besteigung erheblich teurer als die reine staatliche Zugangsgebühr.
Da Preise geändert werden können, sollte die offizielle Preisseite unmittelbar vor der Buchung erneut kontrolliert werden.
Benötigt man einen Bergführer?
Während der regulären Öffnungszeiten der Casa da Montanha dürfen geeignete Besucher den Berg grundsätzlich ohne Guide besteigen. Das offizielle Reservierungsportal bietet ausdrücklich individuelle Aufstiege ohne Bergführer an. Die Regionalregierung empfiehlt dennoch die Buchung über ein qualifiziertes Unternehmen mit akkreditiertem Guide.
Ein Bergführer ist besonders sinnvoll für:
- unerfahrene Bergwanderer,
- Sonnenaufgangs- oder Nachtaufstiege,
- Touren bei unsicherer Sicht,
- Gruppen mit unterschiedlichen Leistungsniveaus,
- Winterbedingungen,
- Reisende, die mit vulkanischem Gelände nicht vertraut sind.
Außerhalb der Öffnungszeiten der Casa da Montanha dürfen grundsätzlich nur Einwohner der Azoren sowie Teilnehmer einer Tour mit einem anerkannten Bergführer aufsteigen.
Öffnungszeiten der Casa da Montanha
Die Öffnungszeiten unterscheiden sich je nach Jahreszeit:
| Zeitraum | Öffnungszeiten |
| 1. Mai bis 30. September | täglich rund um die Uhr |
| April und Oktober, Montag bis Donnerstag | 8 bis 20 Uhr |
| April und Oktober, Freitag bis Sonntag | Freitag 8 Uhr bis Sonntag 20 Uhr durchgehend |
| 1. November bis 31. März | täglich 8 bis 18 Uhr |
| 1. Januar und 25. Dezember | geschlossen |
Die Verwaltung kann die Casa da Montanha und den Zugang abhängig von den Wetterbedingungen schließen. Rund-um-die-Uhr-Betrieb im Sommer bedeutet daher nicht, dass der Berg jederzeit gefahrlos bestiegen werden kann.
Wetter und beste Reisezeit
Das Wetter auf der Montanha do Pico kann sich innerhalb kurzer Zeit stark verändern. Selbst wenn es an der Küste sonnig und warm ist, können am Gipfel Nebel, Wind, Regen und deutlich niedrigere Temperaturen auftreten.
Nach Angaben der offiziellen Bergverwaltung liegt die Temperatur am Gipfel gewöhnlich etwa zehn Grad unter der Temperatur auf Meereshöhe. Gleichzeitig bietet die Route an heißen Tagen praktisch keinen Schatten.
Mai bis September gelten aufgrund der längeren Tage und der durchgehenden Öffnung der Casa da Montanha als besonders geeignete Monate. Trotzdem sind Wolken, Niederschlag und eingeschränkte Sicht auch im Sommer möglich.
Vor dem Start sollten Wanderer mindestens prüfen:
- Wetterwarnungen für die Insel Pico,
- Windgeschwindigkeit,
- Niederschlagswahrscheinlichkeit,
- Wolken- und Nebelentwicklung,
- Sonnenaufgang und Sonnenuntergang,
- aktuelle Hinweise der Casa da Montanha.
Eine Reservierung sollte nie als Grund verstanden werden, bei gefährlichem Wetter trotzdem aufzusteigen. Die Verwaltung behält sich ausdrücklich vor, den Zugang wetterbedingt zu schließen.
Welche Ausrüstung ist vorgeschrieben?
Die offizielle Grundausstattung umfasst passende Bergkleidung, geeignete Schuhe, Verpflegung und mindestens 1,5 Liter Wasser pro Person. Die Schuhe müssen geschlossen sein und ausreichenden Halt sowie Traktion bieten.
Sandalen, glatte Alltagsschuhe und ungeeignete Freizeitschuhe sind für den Untergrund nicht ausreichend.
Sinnvolle Packliste
- geschlossene Wander- oder Trekkingschuhe,
- mindestens 1,5 Liter Wasser,
- energiereiche Verpflegung,
- wasserdichte Jacke,
- warme Zwischenschicht,
- Sonnencreme,
- Kopfbedeckung,
- Sonnenbrille,
- Mütze und Handschuhe,
- Wanderstöcke,
- vollständig geladenes Mobiltelefon,
- kleine Erste-Hilfe-Ausrüstung,
- Stirnlampe bei einem frühen oder späten Start.
Bei Schnee oder Eis wird der Zugang nur mit Steigeisen gestattet. Für einen Nachtaufstieg ist eine Lampe verpflichtend.
GPS-Gerät und Rückmeldung nach der Tour
Jeder Besucher erhält vor dem Aufstieg ein GPS-Ortungsgerät. Dieses hilft der Bergverwaltung, den Standort eines Wanderers im Notfall festzustellen. Nach der Tour muss das Gerät an der Casa da Montanha zurückgegeben werden. Ist das Zentrum geschlossen, nennt die offizielle Seite die Feuerwehr von Madalena als Rückgabestelle.
Besucher können bei der Ausgabe gegen 30 Euro einen Haftungsausschluss für Schäden abschließen. Ohne diesen Schutz werden für ein beschädigtes oder nicht zurückgegebenes Gerät bis zu 300 Euro berechnet. Auch mit Haftungsausschluss kostet die Nichtrückgabe laut aktueller Preisliste 270 Euro.
Das GPS-Gerät ist kein Ersatz für Orientierung, angemessene Ausrüstung oder vernünftige Entscheidungen. Es dient vor allem der Kontrolle und möglichen Ortung.
Übernachtung im Krater
Eine Übernachtung im Krater ist erlaubt, muss jedoch ausdrücklich reserviert werden. Pro Nacht dürfen höchstens 32 Besucher dort bleiben.
Für die Übernachtung sind zusätzlich erforderlich:
- Zelt,
- Schlafsack,
- Stirn- oder Taschenlampe,
- ausreichend warme Kleidung,
- genügend Wasser und Verpflegung.
Als Übernachtung gelten im Zeitraum vom 1. Juni bis 30. September Aufstiege zwischen 16 und 24 Uhr, wenn der Abstieg erst nach 8 Uhr am folgenden Morgen endet. Vom 1. Oktober bis 31. Mai beginnt das entsprechende Aufstiegsfenster bereits um 14 Uhr.
Eine Kraterübernachtung ist wegen Wind, Kälte und begrenzter Infrastruktur anspruchsvoller als eine normale Tagestour. Besucher müssen ihren gesamten Abfall wieder mitnehmen und dürfen weder Pflanzen beschädigen noch natürliche Materialien sammeln.
Regeln für Kinder
Kinder unter fünf Jahren dürfen den Berg nicht besteigen. Für Minderjährige gelten besondere Begleit- und Haftungsregeln. Die offiziellen Seiten schreiben bei Jugendlichen unter 16 Jahren eine erwachsene Begleitperson vor; je nach Begleitperson kann zusätzlich eine schriftliche Genehmigung der Erziehungsberechtigten erforderlich sein.
Das erlaubte Mindestalter bedeutet jedoch nicht, dass die vollständige Tour für jedes Kind geeignet ist. Entscheidend sind Kondition, Bergerfahrung, Trittsicherheit, Motivation und die aktuellen Wetterbedingungen.
Regeln zum Natur- und Umweltschutz
Die Montanha do Pico ist ein geschütztes Naturreservat und Teil des Naturparks der Insel Pico. Sie gehört außerdem zu einem Schutzgebiet des europäischen Natura-2000-Netzes und zum Azores UNESCO Global Geopark.
Besucher müssen auf der markierten Route bleiben. Das Betreten der Vegetation zeigt nach den offiziellen Hinweisen meist an, dass der richtige Weg verlassen wurde.
Untersagt sind insbesondere:
- Pflanzen zu beschädigen oder niederzutreten,
- Steine und andere Naturmaterialien mitzunehmen,
- Abfall zurückzulassen,
- den markierten Weg ohne Notwendigkeit zu verlassen,
- Feuer zu entzünden,
- geschützte geologische Strukturen zu beschädigen.
Auch Drohnenflüge sind im Naturreservat nicht automatisch erlaubt. Dafür ist eine Genehmigung der zuständigen regionalen Umweltbehörde erforderlich.
Was kann man auf Pico außerdem unternehmen?
Eine Reise zur Insel Pico lohnt sich auch ohne Gipfelbesteigung. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen die Weinlandschaft, die Gruta das Torres, Küstenwanderungen und die Geschichte des Walfangs.
UNESCO-Weinlandschaft
Die Kulturlandschaft des Weinbaus auf Pico gehört seit 2004 zum UNESCO-Welterbe. Schwarze Basaltmauern unterteilen die Landschaft in Tausende kleine Parzellen, die sogenannten Currais. Die Mauern schützen die Reben vor Wind und salzhaltiger Meeresluft.
Das eingetragene Welterbe umfasst 987 Hektar sowie eine 1.924 Hektar große Pufferzone. Der Weinbau auf der Insel reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück.
Gruta das Torres
Die Gruta das Torres ist mit einer Länge von 5.150 Metern die längste Lavaröhre Portugals. Bei einer geführten Besichtigung erkunden Besucher einen ungefähr 450 Meter langen Abschnitt. Die Tour dauert etwa eine Stunde, und die erforderliche Ausrüstung wird vor Ort ausgegeben.
Weitere Wanderwege
Neben der Gipfeltour bietet Pico zahlreiche leichtere Wege durch Weinberge, Lavafelder, Küstenlandschaften und das Inselinnere. Dadurch können auch Besucher ohne alpine Erfahrung die vulkanische Landschaft kennenlernen.
Wal- und Delfinbeobachtung
Pico besitzt eine lange Verbindung zum Walfang, der heute Teil der Inselgeschichte ist. Von Orten wie Lajes do Pico starten Beobachtungstouren zu Walen und Delfinen. Bei der Auswahl sollte auf einen registrierten Anbieter und verantwortungsvolle Abstände zu den Tieren geachtet werden.
Häufige Fehler bei der Planung
Die Entfernung unterschätzen
3,8 Kilometer bis zum Gipfel klingen zunächst wenig. Wegen der rund 1.150 Höhenmeter ist die Tour dennoch sehr anstrengend.
Zu spät mit dem Abstieg beginnen
Die Verwaltung empfiehlt, mindestens vier Stunden vor Sonnenuntergang abzusteigen. Wer den Gipfel zu spät erreicht, sollte nicht versuchen, die verlorene Zeit durch einen schnellen und riskanten Abstieg aufzuholen.
Ungeeignete Schuhe tragen
Geschlossene Schuhe mit ausreichend Profil sind vorgeschrieben. Glatte Sohlen erhöhen das Risiko auf feuchtem Fels und losem Schotter erheblich.
Zu wenig Wasser mitnehmen
1,5 Liter sind die offizielle Mindestmenge und nicht zwangsläufig die ideale Menge für jede Person. An warmen Tagen kann ein größerer Vorrat notwendig sein.
Nur das Küstenwetter prüfen
Die Bedingungen am Gipfel können sich deutlich von denen in Madalena oder an anderen Küstenorten unterscheiden.
Ohne Reservierung anreisen
Die tägliche und gleichzeitige Besucherzahl ist begrenzt. Besonders in der Hauptsaison sollte der Termin frühzeitig reserviert werden.
Pico mit Madeira verwechseln
Die Montanha do Pico befindet sich auf den Azoren. Pico do Arieiro und Pico Ruivo liegen dagegen auf Madeira.
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Häufig gestellte Fragen zur Montanha do Pico
„Du Pico“ ist kein vollständiger portugiesischer Ortsname. Es handelt sich meist um einen Teil einer französischen Formulierung oder um eine fehlerhafte Variante von „do Pico“.
Die Montanha do Pico ist 2.351 Meter hoch und damit der höchste Berg Portugals.
Aufstieg und Abstieg dauern jeweils durchschnittlich drei bis vier Stunden. Insgesamt sollten sechs bis acht Stunden eingeplant werden.
Die Route gilt als schwer. Auf 3,8 Kilometern werden ungefähr 1.150 Höhenmeter überwunden. Der Weg ist steil, felsig und teilweise rutschig.
Ja. Für den regulierten Zugang steht ein offizielles Reservierungsportal zur Verfügung. Vor dem Start ist zusätzlich eine Registrierung an der Casa da Montanha erforderlich.
Während der regulären Öffnungszeiten ist ein individueller Aufstieg grundsätzlich möglich. Außerhalb der Öffnungszeiten gelten strengere Regeln. Die Regionalregierung empfiehlt einen akkreditierten Guide.
Der individuelle Aufstieg bis zum Piquinho kostet nach der im Juli 2026 veröffentlichten Preisliste 25 Euro. Der Zugang nur bis zum Krater kostet 15 Euro.
Vorgeschrieben sind geschlossene Wander-, Trekking- oder Bergschuhe mit gutem Halt und ausreichender Traktion.
Die offizielle Mindestmenge beträgt 1,5 Liter pro Person. Bei Wärme oder einem langsamen Aufstieg kann mehr Wasser notwendig sein.
Kinder unter fünf Jahren sind nicht zugelassen. Minderjährige unter 16 Jahren benötigen eine erwachsene Begleitung und gegebenenfalls eine schriftliche Genehmigung ihrer Erziehungsberechtigten.
Ja. Die Übernachtung muss reserviert werden und ist auf 32 Personen pro Nacht begrenzt. Zelt, Schlafsack, Lampe und warme Kleidung sind erforderlich.
Nein. Der Pico do Arieiro befindet sich auf Madeira. Die Montanha do Pico liegt auf der Azoreninsel Pico.
Fazit
Der Ausdruck Du Pico ist kein offizieller portugiesischer Name. In Reiseanfragen ist damit jedoch meistens die Montanha do Pico auf den Azoren gemeint.
Mit 2.351 Metern ist sie der höchste Berg Portugals. Die Route von der Casa da Montanha zum Piquinho ist insgesamt etwa 7,6 Kilometer lang und überwindet rund 1.150 Höhenmeter. Für die vollständige Tour sollten Wanderer sechs bis acht Stunden einplanen.
Der Aufstieg erfordert eine Reservierung, eine Anmeldung vor Ort und eine geeignete Ausrüstung. Geschlossene Wanderschuhe, mindestens 1,5 Liter Wasser, Verpflegung und wetterfeste Kleidung sind unverzichtbar. Der individuelle Zugang bis zum Piquinho kostet nach der im Juli 2026 veröffentlichten Preisliste 25 Euro.
Wer die eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzt, Wetterwarnungen beachtet und ausreichend Zeit für den Abstieg einplant, erlebt auf der Montanha do Pico eine außergewöhnliche Vulkanlandschaft über dem Atlantik.

