Henrik Kristoffersen gehört seit mehr als einem Jahrzehnt zu den erfolgreichsten und konstantesten alpinen Skirennläufern der Welt. Der Norweger gewann zwei Weltmeistertitel, fünf Kristallkugeln und inzwischen 34 Weltcup-Rennen. Zudem stand er mehr als 100-mal auf einem Weltcup-Podium. Auch bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien bewies er erneut, dass er noch immer zur absoluten Weltspitze gehört.
Im Slalom von Bormio gewann Kristoffersen Bronze und damit bereits seine dritte olympische Medaille. Im Weltcup verlief die Saison 2025/26 dagegen etwas wechselhafter als sein überragender Winter zuvor. Trotzdem beendete er die Gesamtwertung auf Rang fünf und erreichte sieben Podestplätze.
Auch abseits der Piste hat sich sein Leben stark verändert. Henrik Kristoffersen ist inzwischen mit seiner langjährigen Partnerin Tonje Kristoffersen, geborene Barkenes, verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder: Sohn Emil Henrik kam 2023 zur Welt, Tochter Linnea folgte im Juli 2026. Gleichzeitig stellte der Skistar die Weichen für die kommenden Jahre: Nach vier Saisons auf VAN-DEER-Ski wechselte er im Frühjahr 2026 zu HEAD.
Henrik Kristoffersen im Steckbrief
| Merkmal | Information |
| Vollständiger Name | Henrik Kristoffersen |
| Geburtstag | 2. Juli 1994 |
| Alter | 32 Jahre |
| Geburtsort | Lørenskog, Norwegen |
| Nationalität | Norwegisch |
| Größe | ca. 1,79 Meter |
| Sport | Alpiner Skirennsport |
| Disziplinen | Slalom, Riesenslalom |
| Verein | Rælingen Skiklubb |
| Weltcup-Debüt | 11. März 2012 |
| Ehefrau | Tonje Kristoffersen (geb. Barkenes) |
| Kinder | Emil Henrik und Linnea |
| Wohnort | Raum Salzburg, Österreich |
| Ski-Marke ab 2026/27 | HEAD |
| Weltcup-Siege | 34 |
| Weltcup-Podestplätze | 102 |
| Weltmeistertitel | 2 |
| Olympische Medaillen | 3 |
| Kristallkugeln | 5 |
Kristoffersen wurde am 2. Juli 1994 in Lørenskog geboren und startet für den Rælingen Skiklubb. Sein Weltcup-Debüt gab er bereits als 17-Jähriger im März 2012 in Kranjska Gora. Mittlerweile stehen 34 Siege und 102 Podestplätze im Weltcup in seiner Statistik.
Wer ist die Ehefrau von Henrik Kristoffersen?
Die Ehefrau von Henrik Kristoffersen heißt Tonje Kristoffersen und hieß vor der Hochzeit Tonje Barkenes. Die beiden kennen sich bereits seit ihrer Schulzeit. 2016 wurde ihre Beziehung öffentlich bekannt. Kristoffersen erklärte damals, dass sie sich schon viele Jahre kannten.
Im Januar 2024 verlobte sich das Paar. Rund eineinhalb Jahre später folgte die Hochzeit: Ende Juni 2025 heirateten Henrik und Tonje in ihrer österreichischen Wahlheimat Salzburg. Anschließend nahm Tonje den Nachnamen Kristoffersen an.
Tonje hält sich zwar deutlich stärker aus der Öffentlichkeit heraus als ihr Mann, begleitet ihn jedoch regelmäßig zu Rennen. Beruflich arbeitet sie unter anderem als Eventmanagerin und Ernährungsberaterin. Sie hat einen Masterabschluss im Bereich Public Health Nutrition. Die Familie lebt in Österreich, wodurch Kristoffersen viele Weltcup-Orte und Trainingsgebiete in den Alpen vergleichsweise schnell erreichen kann.
Henrik Kristoffersen und seine Kinder
Henrik Kristoffersen ist inzwischen zweifacher Vater. Sein erstes Kind, Sohn Emil Henrik Kristoffersen, wurde am 14. Juli 2023 geboren. Der Skirennfahrer hat mehrfach darüber gesprochen, wie sehr die Vaterrolle seine Perspektive verändert habe. Zwar bleibt der Leistungssport ein zentraler Bestandteil seines Lebens, gleichzeitig bekommt die Familie heute deutlich mehr Raum.
Im Januar 2026 machten Henrik und Tonje öffentlich, dass sie ein zweites Kind erwarten. Am 25. Juli 2026 kam schließlich Tochter Linnea zur Welt. Damit besteht die Familie inzwischen aus Henrik, Tonje, Emil und Linnea.
Besonders bei den Olympischen Spielen 2026 zeigte sich, wie eng Familie und Sport inzwischen miteinander verbunden sind. Nach seiner Slalom-Bronzemedaille feierte Kristoffersen unter anderem gemeinsam mit seinem damals zweijährigen Sohn Emil.
Henrik Kristoffersen bei Olympia 2026
Bei den Olympischen Winterspielen Mailand-Cortina 2026 trat Henrik Kristoffersen im Riesenslalom und Slalom an. Im Riesenslalom erreichte er Rang sieben. Zwei Tage später folgte jedoch sein sportlicher Höhepunkt der Spiele.
Im Slalom von Bormio gewann der Norweger die Bronzemedaille. Olympiasieger wurde der Schweizer Loïc Meillard vor dem Österreicher Fabio Gstrein. Kristoffersen profitierte dabei auch vom Ausfall seines norwegischen Teamkollegen Atle Lie McGrath, der nach dem ersten Durchgang geführt hatte.
Für Kristoffersen war es bereits die dritte olympische Medaille seiner Karriere:
| Olympische Spiele | Disziplin | Ergebnis |
| Sotschi 2014 | Slalom | Bronze |
| Pyeongchang 2018 | Riesenslalom | Silber |
| Peking 2022 | Slalom | 4. Platz |
| Mailand-Cortina 2026 | Slalom | Bronze |
| Mailand-Cortina 2026 | Riesenslalom | 7. Platz |
Besonders bemerkenswert bleibt seine erste Medaille von 2014. Kristoffersen war damals erst 19 Jahre alt und wurde mit seinem dritten Platz im Slalom zum jüngsten männlichen olympischen Medaillengewinner der Geschichte des alpinen Skisports.
Wie lief die Saison 2025/26 für Henrik Kristoffersen?
Nach seinem Gewinn der Slalom-Kristallkugel 2024/25 ging Kristoffersen als einer der großen Favoriten in den Olympiawinter. Allerdings entwickelte sich der Slalom-Weltcup außergewöhnlich ausgeglichen. Insgesamt gewannen sieben verschiedene Fahrer die elf Saisonrennen.
Kristoffersen feierte seinen einzigen Weltcupsieg der Saison beim berühmten Nachtslalom in Schladming am 28. Januar 2026. Es war sein insgesamt 34. Weltcupsieg und bereits sein fünfter Erfolg auf der Planai – ein Rekord bei diesem Klassiker.
Darüber hinaus stand er sechsmal auf dem Podium. Dazu gehörten unter anderem dritte Plätze in Val d’Isère, Beaver Creek, Adelboden und Wengen sowie zweite Plätze in Copper Mountain und Kranjska Gora. Insgesamt brachte ihm das sieben Podestplätze in der Saison 2025/26.
Am Ende erreichte Kristoffersen:
- 5. Platz im Gesamtweltcup mit 821 Punkten
- 4. Platz im Slalom-Weltcup mit 503 Punkten
- 7. Platz im Riesenslalom-Weltcup mit 318 Punkten
- 1 Weltcupsieg
- 7 Podestplätze
Den Slalom-Weltcup gewann sein Landsmann Atle Lie McGrath mit 584 Punkten. Kristoffersen konnte damit seine Kristallkugel aus dem Vorjahr nicht verteidigen.
Seine größten Erfolge im Weltcup
Henrik Kristoffersen zählt statistisch zu den erfolgreichsten technischen Fahrern der Weltcup-Geschichte. Bis zum Ende der Saison 2025/26 gelangen ihm 34 Weltcupsiege, davon 26 im Slalom und acht im Riesenslalom. Außerdem erreichte er 102 Podestplätze.
Besonders beeindruckend sind seine fünf gewonnenen Disziplinwertungen. Den Slalom-Weltcup entschied er viermal für sich:
- 2015/16
- 2019/20
- 2021/22
- 2024/25
Zusätzlich gewann er 2019/20 die Kristallkugel im Riesenslalom. In derselben Saison war er damit sowohl im Slalom als auch im Riesenslalom die Nummer eins. Im Gesamtweltcup wurde Kristoffersen dreimal Zweiter – 2015/16, 2017/18 und zuletzt 2024/25.
Ein Gewinn des Gesamtweltcups fehlt ihm allerdings weiterhin. Über viele Jahre stand ihm vor allem Marcel Hirscher im Weg, später entwickelte sich Marco Odermatt zum dominierenden Fahrer im Männer-Weltcup.
Henrik Kristoffersen wurde zweimal Weltmeister
Auch bei Weltmeisterschaften hat Kristoffersen große Titel gewonnen. Seinen ersten WM-Titel holte er 2019 in Åre im Riesenslalom. Zwei Jahre später gewann er in Cortina d’Ampezzo Bronze im Slalom.
2023 folgte schließlich der lange ersehnte Slalom-Weltmeistertitel. Bei der WM in Courchevel/Méribel lag Kristoffersen nach dem ersten Durchgang lediglich auf Rang 16. Mit einem außergewöhnlichen zweiten Lauf arbeitete er sich jedoch bis an die Spitze vor und gewann Gold.
Damit besitzt er bei Weltmeisterschaften drei Medaillen:
| Jahr | Disziplin | Medaille |
| 2019 | Riesenslalom | Gold |
| 2021 | Slalom | Bronze |
| 2023 | Slalom | Gold |
Schon als Nachwuchsfahrer war Kristoffersen außergewöhnlich erfolgreich. Mit insgesamt acht Junioren-WM-Medaillen, darunter sechs Goldmedaillen, gehört er zu den erfolgreichsten Junioren der alpinen Skigeschichte.
Warum fährt Henrik Kristoffersen ab 2026 für HEAD?
Eine der wichtigsten Veränderungen für die kommende Saison betrifft sein Material. Kristoffersen fuhr seit 2022 für VAN DEER-Red Bull Sports, die von Marcel Hirscher aufgebaute Skimarke. Mit VAN DEER gewann er unter anderem den Slalom-Weltmeistertitel 2023 und die Slalom-Kristallkugel 2025.
Nach dem Ende der Saison 2025/26 entschied er sich jedoch für einen Wechsel. Am 1. Mai 2026 gab HEAD bekannt, dass Kristoffersen künftig für die Worldcup Rebels startet. Zuvor hatte er das Material im April ausführlich getestet.
Damit beginnt für ihn zur Saison 2026/27 technisch ein neues Kapitel. Bei HEAD trifft er unter anderem auf seinen norwegischen Slalom-Rivalen Atle Lie McGrath. Die FIS führt Kristoffersen inzwischen ebenfalls mit HEAD-Ski und HEAD-Schuhen.
Welche Rolle spielt sein Vater Lars Kristoffersen?
Henrik Kristoffersens Karriere ist eng mit seinem Vater Lars Kristoffersen verbunden. Lars war selbst Skirennfahrer und brachte seinen Sohn bereits im Alter von etwa fünf Jahren zum Skisport. Später übernahm er eine wichtige Rolle als Trainer und Unterstützer.
Gerade in jungen Jahren investierte die Familie viel Zeit und Geld in Henriks Karriere. Der Norweger entwickelte sich anschließend außergewöhnlich schnell. Schon mit 17 Jahren startete er erstmals im Weltcup, bevor ihm mit 19 Jahren der olympische Durchbruch gelang.
Wie lange will Henrik Kristoffersen noch Ski fahren?
Ein baldiges Karriereende ist derzeit nicht geplant. Anfang 2026 erklärte Kristoffersen, dass er seine Laufbahn bis zu den Olympischen Winterspielen 2030 fortsetzen möchte. Ursprünglich hatte er zeitweise über ein deutlich früheres Karriereende nachgedacht.
Nach eigener Aussage versprach er seiner Frau Tonje jedoch, nach Olympia 2030 aufzuhören. Damit könnten neben der WM 2027 auch die Heim-Weltmeisterschaften 2029 in Narvik noch einmal zu großen Zielen seiner Karriere werden.
Mit dem Wechsel zu HEAD beginnt somit keine Abschiedssaison. Vielmehr versucht Kristoffersen noch einmal, seine bereits außergewöhnliche Karriere um weitere Titel zu erweitern.
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FAQ zu Henrik Kristoffersen
Henrik Kristoffersen wurde am 2. Juli 1994 geboren. Seit Juli 2026 ist der norwegische Skirennfahrer 32 Jahre alt.
Henrik Kristoffersen ist mit Tonje Kristoffersen, geborene Barkenes, verheiratet. Die beiden kennen sich seit ihrer Schulzeit, verlobten sich 2024 und heirateten Ende Juni 2025 in Salzburg.
Henrik Kristoffersen hat zwei Kinder. Sohn Emil Henrik wurde im Juli 2023 geboren. Tochter Linnea kam am 25. Juli 2026 zur Welt.
Bis zum Ende der Saison 2025/26 gewann Henrik Kristoffersen 34 Weltcup-Rennen. Davon gelangen ihm 26 Siege im Slalom und acht im Riesenslalom. Außerdem erreichte er insgesamt 102 Weltcup-Podestplätze.
Kristoffersen besitzt drei olympische Medaillen: Bronze im Slalom 2014, Silber im Riesenslalom 2018 und Bronze im Slalom 2026. Eine olympische Goldmedaille fehlt ihm bislang.
Seit dem Frühjahr 2026 gehört Henrik Kristoffersen zum HEAD Worldcup Rebels Team. Zuvor fuhr er vier Jahre lang auf VAN-DEER-Ski. Sein erster Weltcupwinter mit HEAD ist die Saison 2026/27.
Kristoffersen plant nach aktuellem Stand, noch bis zu den Olympischen Winterspielen 2030 weiterzufahren. Danach möchte er seine aktive Karriere beenden.
Fazit: Henrik Kristoffersen bleibt einer der größten Slalomfahrer seiner Generation
Henrik Kristoffersen hat sich längst einen festen Platz in der Geschichte des alpinen Skisports gesichert. Zwei Weltmeistertitel, drei olympische Medaillen, fünf Kristallkugeln, 34 Weltcupsiege und mehr als 100 Podestplätze machen den Norweger zu einem der erfolgreichsten Technik-Spezialisten seiner Generation.
2026 brachte ihm mit der olympischen Bronzemedaille einen weiteren großen Erfolg. Gleichzeitig begann privat ein neues Kapitel: Wenige Wochen nach Saisonende bekam Kristoffersen mit Ehefrau Tonje Tochter Linnea und wurde zum zweiten Mal Vater.
Sportlich richtet sich der Blick bereits auf die Zukunft. Mit seinem Wechsel von VAN DEER zu HEAD startet Kristoffersen 2026/27 mit neuem Material. Da er seine Karriere bis Olympia 2030 fortsetzen möchte, dürfte der inzwischen 32-Jährige noch mehrere Jahre im Kampf um Weltcupsiege, WM-Medaillen und möglicherweise seine erste olympische Goldmedaille zu sehen sein.

