Wer ist Elisabeth Baume-Schneider? Wie alt ist die Schweizer Bundesrätin? Mit wem ist sie verheiratet und welche politischen Aufgaben übernimmt sie 2026? Die SP-Politikerin aus dem Kanton Jura gehört seit Anfang 2023 der Schweizer Landesregierung an.
Elisabeth Baume-Schneider wurde am 24. Dezember 1963 geboren und ist im August 2026 62 Jahre alt. Sie ist mit dem Fahrlehrer Pierre-André Baume verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Seit dem 1. Januar 2024 leitet sie das Eidgenössische Departement des Innern, kurz EDI. Damit verantwortet sie unter anderem die Bereiche Gesundheit, Altersvorsorge, Sozialversicherungen, Gleichstellung, Kultur und Statistik.
Ihre Wahl in den Bundesrat galt als Überraschung. Baume-Schneider setzte sich 2022 gegen die favorisierte Basler Ständerätin Eva Herzog durch. Gleichzeitig schrieb sie Geschichte: Sie wurde das erste Mitglied des Bundesrates aus dem Kanton Jura.
Elisabeth Baume-Schneider im Steckbrief
| Merkmal | Information |
| Vollständiger Name | Elisabeth Baume-Schneider |
| Geburtsname | Elisabeth Schneider |
| Geburtsdatum | 24. Dezember 1963 |
| Alter | 62 Jahre, Stand August 2026 |
| Geburtsort | Saint-Imier, Kanton Bern |
| Aufgewachsen | Les Bois, Kanton Jura |
| Nationalität | Schweizerin |
| Partei | Sozialdemokratische Partei der Schweiz, SP |
| Beruf | Bundesrätin, Politikerin, ehemalige Sozialarbeiterin |
| Amt | Vorsteherin des Eidgenössischen Departements des Innern |
| Im Bundesrat seit | 1. Januar 2023 |
| Frühere Funktion | Vorsteherin des Justiz- und Polizeidepartements |
| Ehemann | Pierre-André Baume |
| Kinder | Zwei erwachsene Söhne |
| Ausbildung | Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften |
| Wohnort | Les Breuleux im Kanton Jura |
Wer ist Elisabeth Baume-Schneider?
Elisabeth Baume-Schneider ist eine Schweizer Politikerin der SP. Bevor sie in die Landesregierung gewählt wurde, war sie über viele Jahre in der Politik des Kantons Jura aktiv. Darüber hinaus arbeitete sie als Sozialarbeiterin, leitete eine Hochschule und vertrat ihren Heimatkanton im Ständerat.
Baume-Schneider gilt als stark in der Westschweiz verwurzelte Politikerin. Ihr politischer Stil wird häufig als ruhig, zugänglich und kompromissorientiert beschrieben. Dabei beschäftigt sie sich vor allem mit sozialen Fragen, Bildung, Gesundheit, Altersvorsorge und gesellschaftlicher Teilhabe.
In der Deutschschweiz war Elisabeth Baume-Schneider vor ihrer Kandidatur für den Bundesrat vergleichsweise wenig bekannt. Im Jura hatte sie sich dagegen längst als einflussreiche Politikerin etabliert.
Wie alt ist Elisabeth Baume-Schneider?
Elisabeth Baume-Schneider wurde am 24. Dezember 1963 in Saint-Imier geboren. Bis zu ihrem Geburtstag im Dezember 2026 ist sie 62 Jahre alt. Anschließend wird sie 63.
Sie kam unter dem Namen Elisabeth Schneider zur Welt und wuchs als Tochter eines Landwirts in Les Bois auf. Das Dorf liegt in den Freibergen im französischsprachigen Teil des Kantons Jura.
Ihre Kindheit auf dem elterlichen Bauernhof prägte nach eigenen Aussagen ihr Verständnis von Gemeinschaft und sozialer Gerechtigkeit. Auch ihr Vater war gesellschaftlich engagiert und gehörte dem Gemeinderat von Les Bois an.
Wer ist der Ehemann von Elisabeth Baume-Schneider?
Elisabeth Baume-Schneider ist seit 1990 mit Pierre-André Baume verheiratet. Ihr Ehemann arbeitet als Fahrlehrer in Les Breuleux. Das Paar führt sein Privatleben weitgehend außerhalb der Öffentlichkeit.
Pierre-André Baume begleitete seine Frau bei wichtigen politischen Ereignissen. Dazu gehörte auch ihre Wahl in den Bundesrat am 7. Dezember 2022. In Interviews machte er deutlich, dass er ihre politische Karriere bereits seit vielen Jahren unterstützt.
Die Familie lebt im jurassischen Les Breuleux. Zum Haushalt gehörten zeitweise auch Walliser Schwarznasenschafe. Dieses bodenständige Privatleben wurde in Schweizer Medien häufiger als Kontrast zum politischen Alltag der Bundesrätin beschrieben.
Hat Elisabeth Baume-Schneider Kinder?
Elisabeth Baume-Schneider und ihr Ehemann haben zwei erwachsene Söhne. Einer ihrer Söhne heißt Luc. Über das Leben und die Berufe der Kinder sind nur wenige verlässlich bestätigte Informationen öffentlich bekannt.
Die Bundesrätin spricht gelegentlich über die Herausforderung, Familie und Politik miteinander zu vereinbaren. Ihr zweites Kind kam im Jahr 2000 zur Welt. Zu dieser Zeit war sie gleichzeitig Präsidentin des jurassischen Kantonsparlaments.
Ihr Ehemann reduzierte zeitweise sein berufliches Pensum, um mehr Verantwortung innerhalb der Familie zu übernehmen. Baume-Schneider setzte sich deshalb auch politisch früh für bessere Bedingungen bei der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und öffentlichem Engagement ein.
Herkunft und Ausbildung von Elisabeth Baume-Schneider
Nach ihrer Kindheit in Les Bois besuchte Elisabeth Baume-Schneider die Schule in der Region. Ihre Wirtschaftsmatura absolvierte sie in La Chaux-de-Fonds.
Anschließend studierte sie an der Universität Neuenburg. Zu ihren Studiengebieten gehörten Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Politikwissenschaften. Das Studium schloss sie mit einem Lizentiat in Sozialwissenschaften ab.
Die Verbindung aus sozialer und wirtschaftlicher Ausbildung beeinflusste ihre spätere Arbeit. Anders als viele Berufspolitiker begann Baume-Schneider ihre Karriere nicht in einer Verwaltung, Partei oder Anwaltskanzlei, sondern in der praktischen Sozialarbeit.
Von der Sozialarbeiterin zur Politikerin
Bis 2001 arbeitete Elisabeth Baume-Schneider im Sozialdienst und im sozialmedizinischen Dienst ihrer Region sowie des Kantons Jura. Ihre Aufgaben umfassten unter anderem:
- individuelle Betreuung in der Sozialhilfe
- Erstellung und Begleitung von Sozialhilfebudgets
- Kindesschutz
- soziale und berufliche Eingliederung
- Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenslagen
Diese Erfahrungen prägen ihre politische Haltung bis heute. So betont sie regelmäßig, dass politische Entscheidungen nicht nur anhand abstrakter Zahlen beurteilt werden sollten. Ebenso wichtig seien die konkreten Folgen für die betroffenen Menschen.
Politische Karriere im Kanton Jura
Elisabeth Baume-Schneider engagierte sich in verschiedenen Funktionen innerhalb der jurassischen SP. Von 1995 bis 2002 gehörte sie dem Parlament des Kantons Jura an. Im Jahr 2000 übernahm sie dessen Präsidium.
Ende 2002 wurde sie in die jurassische Kantonsregierung gewählt. Von 2003 bis 2015 leitete sie dort den Bereich Bildung, Kultur und Sport. Insgesamt gehörte sie der Regierung 13 Jahre lang an.
In den Jahren 2006, 2008 und 2012 war sie Regierungsratspräsidentin. Während ihrer Amtszeit setzte sie sich besonders für Bildungspolitik, berufliche Ausbildung, Kultur und die Zusammenarbeit zwischen französisch- und deutschsprachigen Regionen ein.
Zu ihren politischen Themen gehörte außerdem der Kantonswechsel der Stadt Moutier. Die mehrheitlich französischsprachige Gemeinde entschied sich nach langjährigen politischen Auseinandersetzungen für einen Wechsel vom Kanton Bern zum Kanton Jura.
Tätigkeit außerhalb der aktiven Politik
Nach ihrem Ausscheiden aus der Kantonsregierung übernahm Elisabeth Baume-Schneider neue Aufgaben im Bildungs- und Kulturbereich. Von 2016 bis 2020 leitete sie die Hochschule für soziale Arbeit und Gesundheit in Lausanne, die heute unter der Abkürzung HETSL bekannt ist.
Außerdem war sie von 2012 bis 2016 Präsidentin der Eidgenössischen Filmkommission. Diese Tätigkeit zeigt, dass sich ihre politischen Interessen nicht ausschließlich auf klassische Sozialthemen beschränken. Auch Bildung, Kultur und gesellschaftliche Teilhabe spielen in ihrer Laufbahn eine wichtige Rolle.
Elisabeth Baume-Schneider im Ständerat
Bei den eidgenössischen Wahlen 2019 zog Elisabeth Baume-Schneider für den Kanton Jura in den Ständerat ein. Dort gehörte sie unter anderem Kommissionen an, die sich mit Umwelt, Energie, Raumplanung, Wissenschaft und Bildung beschäftigten.
Obwohl ihre Zeit im Ständerat vergleichsweise kurz war, verschaffte sie ihr die notwendige Erfahrung auf Bundesebene. Gleichzeitig erweiterte sie damit ihr politisches Netzwerk außerhalb der Westschweiz.
Ihr Mandat endete im Dezember 2022, nachdem sie in den Bundesrat gewählt worden war.
Überraschende Wahl in den Bundesrat
Am 7. Dezember 2022 wählte die Vereinigte Bundesversammlung Elisabeth Baume-Schneider als Nachfolgerin der zurückgetretenen SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga.
Die Wahl verlief spannender als erwartet. Eva Herzog aus Basel-Stadt galt zuvor als Favoritin. Baume-Schneider setzte sich jedoch im dritten Wahlgang mit 123 Stimmen durch. Herzog erhielt 116 Stimmen. Das absolute Mehr lag genau bei 123 Stimmen.
Damit wurde Baume-Schneider zugleich die erste Bundesrätin aus dem Kanton Jura. Der Kanton war erst 1979 gegründet worden und hatte zuvor noch nie ein Mitglied der Schweizer Landesregierung gestellt. Ihre Wahl besaß deshalb besonders für die jurassische Bevölkerung eine große symbolische Bedeutung.
Welche Aufgaben hat Elisabeth Baume-Schneider 2026?
Im ersten Jahr ihrer Amtszeit leitete Elisabeth Baume-Schneider das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement. Dort beschäftigte sie sich unter anderem mit Asylpolitik, Migration, Sicherheit und Rechtsfragen.
Seit dem 1. Januar 2024 steht sie an der Spitze des Eidgenössischen Departements des Innern. Das EDI umfasst zahlreiche Bereiche, die den Alltag der Schweizer Bevölkerung unmittelbar betreffen:
- Gesundheit und Krankenversicherung
- Alters- und Hinterlassenenversicherung
- Invalidenversicherung
- berufliche Vorsorge
- Lebensmittelsicherheit
- Gleichstellung
- Bekämpfung von Rassismus
- Kulturpolitik
- Bundesstatistik
- Meteorologie
Damit gilt das EDI als eines der politisch besonders anspruchsvollen Departemente. Vor allem steigende Gesundheitskosten, Krankenkassenprämien und die langfristige Finanzierung der Altersvorsorge sorgen regelmäßig für intensive Debatten.
Gesundheit und AHV als politische Schwerpunkte
Als Vorsteherin des EDI ist Elisabeth Baume-Schneider faktisch die Gesundheits- und Sozialministerin der Schweiz. Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehören 2026 die Reform der Altersvorsorge und Veränderungen im Gesundheitswesen.
Im Mai 2026 eröffnete der Bundesrat die Vernehmlassung zur AHV-Reform 2030. Vorgesehen sind unter anderem Anreize für Menschen, die über das Referenzalter hinaus arbeiten. Gleichzeitig sollen Beitragslücken geschlossen und die Finanzierung der AHV langfristig stabilisiert werden. Eine direkte Erhöhung des Referenzalters ist im vorgelegten Reformpaket nicht vorgesehen. Die Vernehmlassung läuft bis zum 11. September 2026. Bundesrat zur AHV-Reform 2030
Auch bei der Gesundheitspolitik setzt Baume-Schneider auf schrittweise Reformen und Kompromisse zwischen Bund, Kantonen, Versicherern und medizinischen Leistungserbringern. Im Mittelpunkt stehen dabei die Finanzierung des Gesundheitssystems, die Entwicklung der Krankenkassenprämien und die Digitalisierung von Gesundheitsdaten.
Im Mai 2026 eröffnete sie außerdem die Weltgesundheitsversammlung in Genf. Dabei betonte sie die Bedeutung einer stabil finanzierten Weltgesundheitsorganisation und vertrauenswürdiger Gesundheitsdaten. Bund zur Weltgesundheitsversammlung 2026
Welcher Partei gehört Elisabeth Baume-Schneider an?
Elisabeth Baume-Schneider gehört der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz an. Innerhalb der SP wird sie dem sozialpolitisch geprägten, pragmatischen Flügel zugerechnet.
Ihre politische Arbeit konzentriert sich besonders auf:
- soziale Sicherheit
- Chancengleichheit
- bezahlbare Gesundheitsversorgung
- Bildung und Kultur
- Gleichstellung von Frauen und Männern
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- gesellschaftlichen Zusammenhalt
Trotz ihrer klaren Parteizugehörigkeit muss sie als Bundesrätin das Kollegialitätsprinzip beachten. Das bedeutet, dass sie die gemeinsam gefassten Entscheidungen des gesamten Bundesrates nach außen vertritt, auch wenn ihre persönliche oder parteipolitische Position davon abweicht.
Was macht Elisabeth Baume-Schneider besonders?
Elisabeth Baume-Schneider verbindet praktische Erfahrung aus der Sozialarbeit mit einer langen politischen Laufbahn. Zudem kommt sie aus einem kleinen, ländlichen und französischsprachigen Kanton, der auf Bundesebene lange nicht in der Landesregierung vertreten war.
Ihre Wahl zeigte außerdem, dass Bekanntheit allein nicht über den Einzug in den Bundesrat entscheidet. Obwohl sie vor der Wahl in der Deutschschweiz weniger bekannt war als Eva Herzog, gewann sie im entscheidenden Wahlgang die notwendige Mehrheit.
Baume-Schneider präsentiert sich öffentlich häufig nahbar und humorvoll. Gleichzeitig führt sie mit dem EDI ein Departement, in dem Entscheidungen über Milliardenbeträge und zentrale gesellschaftliche Fragen getroffen werden.
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Häufige Fragen zu Elisabeth Baume-Schneider
Elisabeth Baume-Schneider wurde am 24. Dezember 1963 geboren. Im August 2026 ist sie 62 Jahre alt.
Ihr Ehemann heißt Pierre-André Baume. Er ist Fahrlehrer in Les Breuleux. Das Paar heiratete 1990.
Ja, Elisabeth Baume-Schneiders und ihr Ehemann haben zwei erwachsene Söhne.
Sie ist Mitglied der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz, kurz SP.
Nein. Elisabeth Baume-Schneiders ist Bundesrätin und Vorsteherin des Eidgenössischen Departements des Innern. Das Amt der Bundespräsidentin oder des Bundespräsidenten wechselt in der Schweiz jedes Jahr.
Sie wurde am 7. Dezember 2022 gewählt und trat ihr Amt am 1. Januar 2023 an. Offizieller Lebenslauf des EDI
Seit dem 1. Januar 2024 führt sie das Eidgenössische Departement des Innern. Zuvor leitete sie 2023 das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement.
Sie lebt mit ihrem Ehemann in Les Breuleux im Kanton Jura.
Elisabeth Baume-Schneiders ist das erste Mitglied des Schweizer Bundesrates aus dem Kanton Jura. Sie setzte sich 2022 überraschend gegen Eva Herzog durch.
Fazit zu Elisabeth Baume-Schneider
Elisabeth Baume-Schneider ist seit 2023 Schweizer Bundesrätin und leitet seit 2024 das Eidgenössische Departement des Innern. Die 62-jährige SP-Politikerin stammt aus dem Kanton Jura und arbeitete ursprünglich als Sozialarbeiterin.
Sie ist seit 1990 mit Pierre-André Baume verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Ihr Privatleben hält sie überwiegend aus der Öffentlichkeit heraus.
Politisch stehen 2026 vor allem die AHV, die Finanzierung der 13. Altersrente, steigende Gesundheitskosten und Reformen im Schweizer Gesundheitswesen im Mittelpunkt. Durch diese Aufgaben gehört Elisabeth Baume-Schneider zu den Politikerinnen, deren Entscheidungen den Alltag vieler Menschen in der Schweiz unmittelbar beeinflussen.

