Dieses Kaiserschmarrn Rezept ergibt einen lockeren, saftigen Teig mit goldbraunen und leicht karamellisierten Rändern. Der österreichische Klassiker wird nach dem Backen in unregelmäßige Stücke gerissen, mit Puderzucker bestäubt und warm serviert. Dazu passen besonders gut Zwetschgenröster, Apfelmus oder frisches Fruchtkompott.
Damit der Kaiserschmarrn wirklich fluffig wird, werden die Eier getrennt. Das steif geschlagene Eiweiß bringt Luft in den Teig. Gleichzeitig sorgt mittlere Hitze dafür, dass die Masse gleichmäßig durchgart. Rosinen gehören zur klassischen Variante, können aber problemlos weggelassen werden.
Kaiserschmarrn Rezept im Überblick
| Merkmal | Angabe |
| Vorbereitung | etwa 15 Minuten |
| Ruhezeit | etwa 5 Minuten |
| Bratzeit | etwa 15 Minuten |
| Gesamtzeit | etwa 35 Minuten |
| Menge | 4 Dessertportionen |
| Als Hauptgericht | etwa 2 große Portionen |
| Schwierigkeit | einfach |
| Pfannengröße | 28 bis 30 cm |
| Gericht | Süßspeise oder Dessert |
| Küche | österreichisch |
| Zubereitung | Pfanne oder Backofen |
Zutaten für das Kaiserschmarrn Rezept
Für vier kleinere oder zwei große Portionen werden folgende Zutaten benötigt:
Für den Teig
- 4 Eier, Größe M
- 250 ml Milch
- 150 g Weizenmehl, Type 405
- 30 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 40 g Rosinen
- 2 EL Rum, Apfelsaft oder warmes Wasser, optional
- fein abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone, optional
Zum Ausbacken und Karamellisieren
- 30 g Butter
- 1 bis 2 EL Zucker
- Puderzucker zum Bestäuben
Als Beilage
- Zwetschgenröster
- Apfelmus
- Apfelkompott
- Kirschkompott
- Preiselbeeren
- frische Beeren
Benötigte Küchengeräte
Für das Kaiserschmarrn Rezept werden keine besonderen Geräte benötigt. Hilfreich sind jedoch:
- eine große Rührschüssel
- eine zweite fettfreie Schüssel für das Eiweiß
- ein Handrührgerät oder Schneebesen
- ein Teigschaber
- eine große Pfanne mit 28 bis 30 cm Durchmesser
- zwei Pfannenwender
- ein Sieb für den Puderzucker
Eine ofenfeste Pfanne ist praktisch, wenn der Kaiserschmarrn nach dem Anbacken im Backofen fertig gegart werden soll. Bei einer Pfanne unter 28 cm sollte der Teig besser in zwei Portionen gebacken werden. Andernfalls wird die Teigschicht zu hoch und bleibt möglicherweise innen roh.
Kaiserschmarrn Rezept Schritt für Schritt
1. Rosinen einweichen
Die Rosinen in eine kleine Schüssel geben und mit Rum, Apfelsaft oder warmem Wasser übergießen. Anschließend etwa zehn Minuten ziehen lassen.
Durch das Einweichen werden die Rosinen saftiger. Außerdem verbrennen sie später in der heißen Pfanne weniger schnell. Wer keine Rosinen mag, kann diesen Schritt vollständig auslassen.
2. Eier sauber trennen
Die Eier trennen und das Eigelb in eine große Rührschüssel geben. Das Eiweiß kommt in eine zweite, vollständig fettfreie Schüssel.
Dabei darf möglichst kein Eigelb in das Eiweiß gelangen. Fett und Eigelb können verhindern, dass sich das Eiweiß steif schlagen lässt.
3. Grundteig anrühren
Eigelb, Milch, Zucker und Vanillezucker mit einem Schneebesen verrühren. Wer möchte, gibt zusätzlich etwas fein abgeriebene Zitronenschale dazu.
Anschließend das Mehl portionsweise einrühren. Nur so lange rühren, bis ein glatter Teig entstanden ist. Übermäßiges Rühren kann die Struktur kompakter machen.
Den Grundteig ungefähr fünf Minuten ruhen lassen. Während dieser Zeit nimmt das Mehl Flüssigkeit auf. Dadurch wird der Teig gleichmäßiger und kleine Mehlklümpchen lösen sich leichter auf.
4. Eiweiß steif schlagen
Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Es ist fertig, wenn beim Herausziehen der Rührbesen stabile Spitzen stehen bleiben und der Eischnee nicht aus der umgedrehten Schüssel rutscht.
Den Eischnee in zwei oder drei Portionen vorsichtig unter den Grundteig heben. Dafür eignet sich ein Teigschaber besser als ein Schneebesen.
Der Eischnee darf nicht kräftig eingerührt werden. Sonst entweicht die eingeschlossene Luft und der Kaiserschmarrn wird flach und kompakt.
5. Teig in die Pfanne geben
Etwa die Hälfte der Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Die Butter darf leicht schäumen, sollte aber nicht dunkel werden.
Den Teig in die Pfanne gießen und gleichmäßig verteilen. Die eingeweichten Rosinen gut abtropfen lassen und auf den noch flüssigen Teig streuen.
Den Kaiserschmarrn ungefähr vier bis sechs Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze backen. Die Unterseite sollte goldbraun sein, während die Oberfläche am Rand bereits zu stocken beginnt.
6. Kaiserschmarrn wenden
Den Teig mit einem Pfannenwender in zwei oder vier große Stücke teilen. Dadurch lässt er sich leichter wenden als ein ganzer Pfannkuchen.
Die Stücke vorsichtig umdrehen und auf der zweiten Seite weitere drei bis vier Minuten backen. Falls die Oberfläche noch sehr flüssig ist, die Pfanne kurz mit einem Deckel abdecken. Die Hitze dabei niedrig halten.
7. In Stücke zerreißen
Sobald der Teig durchgegart ist, die großen Stücke mit zwei Pfannenwendern in unregelmäßige, mundgerechte Stücke zerreißen.
Die Stücke müssen nicht gleich groß sein. Gerade die unregelmäßige Form gehört zum typischen Aussehen eines Kaiserschmarrns.
8. Mit Butter und Zucker karamellisieren
Die restliche Butter und ein bis zwei Esslöffel Zucker in die Pfanne geben. Den Kaiserschmarrn für weitere zwei bis drei Minuten braten und regelmäßig wenden.
Der Zucker sollte leicht schmelzen und an einigen Stellen karamellisieren. Dadurch entstehen goldbraune Ränder und ein feines Röstaroma. Die Temperatur darf dabei nicht zu hoch sein, da karamellisierter Zucker schnell verbrennt.
9. Sofort servieren
Den fertigen Kaiserschmarrn auf vorgewärmte Teller verteilen. Großzügig mit Puderzucker bestäuben und sofort mit Zwetschgenröster, Apfelmus oder einer anderen Beilage servieren.
Warum wird Kaiserschmarrn durch Eischnee fluffig?
Beim Aufschlagen des Eiweißes entstehen viele kleine Luftbläschen. Diese Luft wird durch das Eiweiß gehalten und gelangt beim vorsichtigen Unterheben in den Teig. Während des Backens dehnt sich die eingeschlossene Luft aus. Dadurch geht der Kaiserschmarrn auf und erhält eine lockere Struktur.
Backpulver ist deshalb für ein klassisches Kaiserschmarrn Rezept nicht notwendig. Wer die Eier nicht trennen möchte, kann zwar etwas Backpulver verwenden, erreicht damit aber meist nicht genau dieselbe Konsistenz.
Wichtig ist außerdem, dass der fertige Teig nach dem Unterheben des Eischnees direkt gebacken wird. Langes Stehen lässt einen Teil der eingeschlossenen Luft wieder entweichen.
Die richtige Pfanne für Kaiserschmarrn
Eine beschichtete Pfanne erleichtert das Wenden und verhindert, dass der Teig am Boden festklebt. Auch eine gut eingebrannte Eisenpfanne eignet sich, benötigt allerdings ausreichend Butter.
Für die angegebene Teigmenge sollte die Pfanne ungefähr 28 bis 30 cm Durchmesser haben. In einer kleineren Pfanne wird der Kaiserschmarrn zu dick. Dann ist es besser, den Teig auf zwei Portionen zu verteilen.
Eine ofenfeste Pfanne bietet einen weiteren Vorteil: Der Teig kann auf dem Herd angebacken und anschließend im Backofen fertig gegart werden.
Kaiserschmarrn im Backofen zubereiten
Die Zubereitung im Backofen eignet sich besonders für einen hohen Kaiserschmarrn. Außerdem entfällt das schwierige Wenden in der Pfanne.
Variante mit Pfanne und Backofen
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Butter in einer ofenfesten Pfanne schmelzen.
- Den Teig hineingeben und Rosinen darauf verteilen.
- Auf dem Herd zwei bis drei Minuten bei mittlerer Hitze anbacken.
- Die Pfanne für etwa acht bis zehn Minuten in den Backofen stellen.
- Prüfen, ob der Teig vollständig gestockt ist.
- Den Kaiserschmarrn zerreißen.
- Mit Butter und Zucker auf dem Herd karamellisieren.
- Mit Puderzucker servieren.
Kaiserschmarrn vollständig im Backofen
Alternativ lässt sich der Teig in einer gebutterten Auflaufform backen:
- Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Eine flache Auflaufform mit Butter einfetten.
- Den Teig höchstens drei bis vier Zentimeter hoch einfüllen.
- Rosinen darüber verteilen.
- Etwa 12 bis 15 Minuten backen.
- Den Teig in Stücke teilen oder zerreißen.
- Nach Wunsch unter dem Grill kurz bräunen.
- Mit Butter, Zucker und Puderzucker verfeinern.
Die genaue Backzeit hängt von der Form und der Höhe des Teiges ab. Der Kaiserschmarrn ist fertig, wenn die Mitte vollständig gestockt, aber noch weich und saftig ist.
Original österreichischer Kaiserschmarrn
Ein einziges verbindliches Originalrezept gibt es nicht. In Österreich werden zahlreiche Familienrezepte und regionale Varianten zubereitet. Die klassische Grundlage besteht jedoch meistens aus:
- Eiern
- Milch
- Mehl
- Zucker
- Butter
- Rosinen
- Puderzucker
Viele traditionelle Rezepte kommen ohne Backpulver aus. Stattdessen macht geschlagenes Eiweiß den Teig locker. Je nach Rezept kommen außerdem Rum, Vanille, Zitronenschale oder Mineralwasser dazu.
Auch die Zubereitung unterscheidet sich. Manche Köche backen den Kaiserschmarrn vollständig in der Pfanne. Andere lassen ihn nach dem Anbacken im Ofen stocken. Anschließend wird er zerrissen und häufig mit Butter und Zucker karamellisiert.
Das hier beschriebene Kaiserschmarrn Rezept ist daher eine klassische österreichische Variante, ohne den Anspruch, das einzig mögliche Original zu sein.
Warum heißt Kaiserschmarrn so?
Um die Entstehung des Kaiserschmarrns ranken sich mehrere Legenden. Häufig wird die Süßspeise mit Kaiser Franz Joseph I. und seiner Frau Elisabeth von Österreich verbunden.
Einer bekannten Erzählung zufolge soll die figurbewusste Kaiserin eine süße Mehlspeise abgelehnt haben. Daraufhin habe der Kaiser die Portion gegessen. Eine andere Geschichte berichtet von einem misslungenen Pfannkuchen, der zerrissen, mit Zucker bestreut und anschließend serviert wurde.
Ob eine dieser Geschichten historisch vollständig stimmt, lässt sich nicht eindeutig belegen. Sicher ist jedoch, dass Kaiserschmarrn eng mit der österreichischen Küche verbunden ist. Das Wort „Schmarrn“ wurde im süddeutschen und österreichischen Sprachraum für verschiedene zerkleinerte oder vermischte Mehlspeisen verwendet.
Welche Beilagen passen zum Kaiserschmarrn Rezept?
Zwetschgenröster
Zwetschgenröster ist eine der bekanntesten Beilagen zu Kaiserschmarrn. Dafür werden Zwetschgen mit etwas Zucker, Zimt, Zitronensaft und nach Wunsch einer Nelke langsam gegart.
Im Unterschied zu einem glatten Mus bleiben die Früchte teilweise stückig. Die leichte Säure der Zwetschgen gleicht die Süße des Kaiserschmarrns aus.
Apfelmus
Apfelmus ist mild, einfach und besonders bei Kindern beliebt. Es kann kalt oder leicht erwärmt serviert werden. Selbst gemachtes Apfelmus lässt sich nach Geschmack mit Zimt, Vanille oder Zitronensaft verfeinern.
Apfelkompott
Für Apfelkompott werden geschälte Äpfel in kleine Würfel geschnitten und mit wenig Wasser sowie Zitronensaft weich gedünstet. Die Stücke sollten noch leicht ihre Form behalten.
Kirschkompott
Die Kombination aus süßem Kaiserschmarrn und leicht säuerlichen Kirschen schmeckt besonders fruchtig. Auch eine Mischung aus Kirschen und Beeren eignet sich.
Preiselbeeren
Preiselbeeren haben eine deutliche Säure und passen deshalb gut zur süßen Mehlspeise. Bereits eine kleine Menge reicht als Beilage aus.
Frische Beeren
Im Sommer können Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren oder Brombeeren verwendet werden. Sie bringen Frische auf den Teller und machen das Gericht etwas leichter.
Kaiserschmarrn ohne Rosinen
Rosinen gehören zu vielen klassischen Rezepten, sind aber nicht zwingend erforderlich. Sie können ohne weitere Anpassung weggelassen werden.
Alternativ passen folgende Zutaten:
- kleine Apfelwürfel
- getrocknete Cranberrys
- gehackte Mandeln
- gehackte Haselnüsse
- Mandelblättchen
- Heidelbeeren
- Schokoladenstückchen
Frische Früchte geben Flüssigkeit ab. Deshalb sollten sie nur sparsam verwendet werden. Sehr saftige Früchte können den Teig stellenweise weich machen.
Kaiserschmarrn ohne Alkohol
Rum dient nur zum Aromatisieren der Rosinen. Er ist für das Gelingen des Rezeptes nicht erforderlich.
Für eine alkoholfreie Variante können die Rosinen eingeweicht werden in:
- Apfelsaft
- Orangensaft
- warmem Wasser
- ungesüßtem Früchtetee
Wer weder Alkohol noch Rosinen verwenden möchte, lässt beides einfach weg. Vanille und fein abgeriebene Zitronenschale sorgen trotzdem für ein feines Aroma.
Kaiserschmarrn ohne Backpulver
Das klassische Kaiserschmarrn Rezept gelingt ohne Backpulver. Seine lockere Konsistenz entsteht durch den Eischnee.
Falls die Eier nicht getrennt werden sollen, kann ein halber Teelöffel Backpulver zum Mehl gegeben werden. Der Teig wird dadurch ebenfalls lockerer, erhält aber eine etwas andere Struktur.
Zu viel Backpulver sollte vermieden werden. Es kann einen unangenehmen Geschmack hinterlassen und lässt den Teig zunächst stark aufgehen, bevor er wieder zusammenfällt.
Kaiserschmarrn mit Mineralwasser
Für eine besonders leichte Variante können etwa 50 ml Milch durch kohlensäurehaltiges Mineralwasser ersetzt werden.
Das Mineralwasser erst kurz vor dem Eischnee in den Grundteig rühren. Anschließend den Eischnee vorsichtig unterheben und den Teig sofort ausbacken.
Mineralwasser ist jedoch kein notwendiger Bestandteil. Auch allein durch den Eischnee wird der Kaiserschmarrn ausreichend fluffig.
Kaiserschmarrn mit Äpfeln
Für einen Apfel-Kaiserschmarrn einen säuerlichen Apfel schälen, entkernen und in kleine Würfel oder dünne Spalten schneiden.
Etwas Butter in der Pfanne erhitzen und die Apfelstücke zwei Minuten anbraten. Nach Wunsch eine Prise Zimt dazugeben. Anschließend den Teig über die Äpfel gießen und wie im Grundrezept backen.
Besonders gut passen dazu:
- Zimt
- Mandelblättchen
- gehackte Walnüsse
- Apfelkompott
- Vanillesoße
Kaiserschmarrn für Kinder
Für Kinder wird der Kaiserschmarrn ohne Rum zubereitet. Die Rosinen können in Apfelsaft eingeweicht oder vollständig weggelassen werden.
Auch beim Karamellisieren lässt sich die Zuckermenge reduzieren. Reifes Apfelmus oder ein ungesüßtes Fruchtkompott bringt zusätzliche Süße.
Kleine Kinder sollten den Kaiserschmarrn erst essen, wenn er ausreichend abgekühlt ist. Besonders die karamellisierten Stellen können direkt aus der Pfanne sehr heiß sein.
Kaiserschmarrn richtig karamellisieren
Das Karamellisieren ist optional, sorgt aber für besonders aromatische Ränder.
Dafür wird der bereits durchgegarte Kaiserschmarrn in Stücke gerissen. Anschließend kommen etwas Butter und Zucker in die Pfanne. Die Stücke werden für wenige Minuten darin geschwenkt.
Die Hitze sollte mittel bis höchstens mittelhoch sein. Wird der Zucker zu dunkel, schmeckt er bitter. Deshalb den Kaiserschmarrn während dieses Schrittes ständig beobachten und regelmäßig wenden.
Alternativ kann der Zucker in einer freien Stelle der Pfanne schmelzen. Danach werden die Stücke kurz darin geschwenkt.
Warum wird der Kaiserschmarrn nicht fluffig?
Ein flacher oder kompakter Kaiserschmarrn kann verschiedene Ursachen haben:
- Das Eiweiß wurde nicht steif genug geschlagen.
- Die Schüssel für das Eiweiß war nicht fettfrei.
- Eigelb gelangte in das Eiweiß.
- Der Eischnee wurde zu kräftig eingerührt.
- Der fertige Teig stand zu lange.
- Die Teigschicht in der Pfanne war zu dick.
- Es wurde zu viel Mehl verwendet.
- Der Kaiserschmarrn wurde zu lange gebacken.
Besonders wichtig ist das vorsichtige Unterheben des Eischnees. Der fertige Teig sollte sichtbar luftig sein und direkt in die Pfanne kommen.
Häufige Fehler beim Kaiserschmarrn Rezept
Der Kaiserschmarrn ist innen noch roh
Wahrscheinlich war die Teigschicht zu dick oder die Temperatur zu hoch. Dadurch wurde die Unterseite schnell braun, während die Mitte nicht genügend Zeit zum Garen hatte.
Die Hitze reduzieren und die Pfanne für einige Minuten abdecken. Alternativ den Kaiserschmarrn bei 160 bis 180 °C im Backofen fertig garen.
Der Kaiserschmarrn wird außen zu dunkel
Die Pfanne war zu heiß oder der Zucker wurde zu früh hinzugefügt. Zucker sollte erst beim abschließenden Karamellisieren in die Pfanne kommen.
Der Teig ist trocken
Zu viel Mehl, eine lange Garzeit oder sehr hohe Hitze können den Kaiserschmarrn austrocknen. Außerdem sollte der Teig vollständig gestockt, aber nicht unnötig lange gebacken werden.
Der Teig klebt an der Pfanne
Die Pfanne war möglicherweise nicht ausreichend gefettet. Außerdem sollte der Teig erst gewendet werden, wenn die Unterseite stabil und goldbraun ist.
Bei einer stark beschädigten Beschichtung kann der Kaiserschmarrn trotz Butter festkleben.
Die Rosinen verbrennen
Trockene Rosinen verbrennen schneller als eingeweichte. Deshalb sollten sie vorher in Flüssigkeit ziehen und erst auf dem bereits eingegossenen Teig verteilt werden.
Der Eischnee fällt zusammen
Der Eischnee wurde wahrscheinlich zu stark mit dem Grundteig verrührt. Er sollte mit wenigen, langsamen Bewegungen untergehoben werden.
Der Kaiserschmarrn schmeckt fettig
Zu niedrige Hitze kann dazu führen, dass der Teig viel Butter aufnimmt, ohne schnell eine stabile Oberfläche zu bilden. Die Pfanne sollte deshalb vor dem Eingießen des Teiges bereits gleichmäßig warm sein.
Kann man den Teig vorbereiten?
Der Grundteig aus Eigelb, Milch, Zucker und Mehl kann einige Stunden vorher angerührt werden. Er muss anschließend abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Das Eiweiß sollte jedoch erst unmittelbar vor dem Backen steif geschlagen und untergehoben werden. Ein vollständig vorbereiteter Teig verliert während einer längeren Standzeit seine Luftigkeit.
Den gekühlten Grundteig vor der weiteren Verarbeitung noch einmal kurz glatt rühren. Danach den frisch geschlagenen Eischnee unterheben.
Kaiserschmarrn aufbewahren
Frisch aus der Pfanne schmeckt Kaiserschmarrn am besten. Reste können trotzdem aufbewahrt werden.
So geht es richtig:
- vollständig abkühlen lassen
- in einen verschlossenen Behälter geben
- innerhalb von ein bis zwei Tagen verbrauchen
- durchgehend im Kühlschrank lagern
Bereits mehrere Stunden bei Raumtemperatur stehende Reste sollten nicht für längere Zeit aufgehoben werden.
Kaiserschmarrn aufwärmen
Am besten wird Kaiserschmarrn in einer Pfanne aufgewärmt. Dafür etwas Butter bei niedriger bis mittlerer Hitze schmelzen und die Stücke einige Minuten darin wenden.
Alternativ kann er bei ungefähr 160 °C im Backofen erwärmt werden. Damit er nicht austrocknet, sollte er nur so lange im Ofen bleiben, bis er wieder vollständig warm ist.
Die Mikrowelle funktioniert ebenfalls, macht die Oberfläche allerdings weich. Die typischen leicht knusprigen Ränder gehen dabei verloren.
Kann man Kaiserschmarrn einfrieren?
Grundsätzlich lässt sich fertig gebackener Kaiserschmarrn einfrieren. Allerdings wird er nach dem Auftauen meist etwas weicher.
Die vollständig abgekühlten Stücke in einen geeigneten Gefrierbehälter geben und möglichst luftdicht verschließen. Zum Erwärmen den gefrorenen oder aufgetauten Kaiserschmarrn in einer Pfanne mit etwas Butter braten.
Puderzucker und Fruchtbeilage sollten erst nach dem Erwärmen dazukommen. Für das beste Ergebnis empfiehlt sich dennoch eine frische Zubereitung.
Mengen für Kaiserschmarrn umrechnen
| Zutat | 2 Portionen | 4 Portionen | 6 Portionen |
| Eier | 2 | 4 | 6 |
| Milch | 125 ml | 250 ml | 375 ml |
| Mehl | 75 g | 150 g | 225 g |
| Zucker im Teig | 15 g | 30 g | 45 g |
| Rosinen | 20 g | 40 g | 60 g |
| Butter | 15 g | 30 g | 45 g |
Für sechs Portionen sollte der Teig nicht auf einmal in einer gewöhnlichen Pfanne gebacken werden. Besser sind zwei bis drei Durchgänge oder die Zubereitung in einer ausreichend großen Auflaufform.
Ungefähre Nährwerte
Die genauen Werte hängen von den verwendeten Produkten, der Buttermenge und den Beilagen ab.
Eine von vier Portionen enthält ohne Fruchtbeilage ungefähr:
| Nährwert | Ungefähre Menge |
| Energie | etwa 390 bis 430 kcal |
| Kohlenhydrate | etwa 50 bis 55 g |
| Eiweiß | etwa 12 bis 14 g |
| Fett | etwa 14 bis 17 g |
Apfelmus, Zwetschgenröster, zusätzlicher Puderzucker oder Vanillesoße erhöhen den Energie- und Zuckergehalt.
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Häufig gestellte Fragen zum Kaiserschmarrn Rezept
Das Eiweiß wird separat steif geschlagen und vorsichtig unter den Grundteig gehoben. Danach sollte der Teig sofort gebacken werden, damit möglichst viel eingeschlossene Luft erhalten bleibt.
Weizenmehl Type 405 eignet sich besonders gut. In Österreich entspricht ihm weitgehend glattes Weizenmehl. Auch Dinkelmehl Type 630 kann verwendet werden, macht den Geschmack jedoch etwas kräftiger.
Nein. Ein klassisches Kaiserschmarrn Rezept kommt normalerweise ohne Backpulver aus. Der Eischnee sorgt für die lockere Struktur.
Für das angegebene Rezept eignet sich eine Pfanne mit ungefähr 28 bis 30 cm Durchmesser. In einer kleineren Pfanne sollte der Teig in zwei Portionen gebacken werden.
Insgesamt dauert das Braten ungefähr zehn bis fünfzehn Minuten. Die genaue Zeit hängt von der Teighöhe, Pfanne und Temperatur ab.
Meistens war die Teigschicht zu dick oder die Temperatur zu hoch. Dadurch bräunt die Unterseite, bevor die Mitte stocken kann. Eine niedrigere Temperatur, ein Deckel oder kurzes Nachgaren im Backofen helfen.
Ja. Rosinen können ersatzlos weggelassen werden. Alternativ passen Äpfel, Mandeln, Heidelbeeren oder getrocknete Cranberrys.
Ja. Rum ist vollständig optional. Die Rosinen lassen sich in Apfelsaft, Orangensaft oder warmem Wasser einweichen.
Klassisch wird Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster serviert. Auch Apfelmus, Apfelkompott, Kirschkompott, Preiselbeeren und frische Beeren passen dazu.
In Österreich wird Kaiserschmarrn sowohl als Dessert als auch als süße Hauptspeise gegessen. Das Grundrezept reicht für ungefähr vier Dessertportionen oder zwei große Hauptmahlzeiten.
Der Grundteig kann einige Stunden vorher angerührt und gekühlt werden. Das Eiweiß sollte jedoch erst kurz vor dem Backen aufgeschlagen und untergehoben werden.
Am besten wird er mit etwas Butter in einer Pfanne erwärmt. So bekommt er wieder leicht knusprige Ränder. Im Backofen funktioniert es ebenfalls, während die Mikrowelle ihn eher weich macht.
Fazit: So gelingt das Kaiserschmarrn Rezept
Ein gelungenes Kaiserschmarrn Rezept braucht einfache Zutaten, eine ausreichend große Pfanne und die richtige Temperatur. Separat aufgeschlagenes Eiweiß macht den Teig locker. Mittlere Hitze sorgt dafür, dass er gleichmäßig gart, während Butter und Zucker am Ende aromatische, goldbraune Ränder entstehen lassen.
Die klassische Variante enthält Rosinen und wird mit Puderzucker sowie Zwetschgenröster serviert. Allerdings kann Kaiserschmarrn ebenso gut ohne Rosinen, ohne Alkohol oder mit Äpfeln zubereitet werden.
Entscheidend ist, den Eischnee vorsichtig unterzuheben, den Teig nicht zu dick in die Pfanne zu geben und ihn erst nach dem vollständigen Garen zu zerreißen. So wird der Kaiserschmarrn innen weich und fluffig, während die Oberfläche leicht karamellisiert.

