Karin Keller-Sutter ist eine Schweizer FDP-Politikerin, Bundesrätin und Vorsteherin des Eidgenössischen Finanzdepartements. Sie gehört seit 2019 der Landesregierung an und war 2025 Bundespräsidentin der Schweiz. Im Jahr 2026 bleibt sie Finanzministerin, während Guy Parmelin turnusgemäß das Bundespräsidium übernommen hat.
Die Politikerin aus Wil besitzt Erfahrung auf kommunaler, kantonaler und nationaler Ebene. Bevor Karin Keller Sutter in den Bundesrat gewählt wurde, arbeitete sie als Übersetzerin, Lehrerin, St. Galler Regierungsrätin und Ständerätin. Privat ist sie seit vielen Jahren mit dem Arzt Morten Keller verheiratet.
Karin Keller Sutter im Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
| Vollständiger Name | Karin Maria Keller-Sutter |
| Bekannt als | Karin Keller Sutter |
| Geburtsdatum | 22. Dezember 1963 |
| Alter | 62 Jahre, Stand September 2026 |
| Geburtsort | Niederuzwil, Kanton St. Gallen |
| Aufgewachsen in | Wil, Kanton St. Gallen |
| Wohnort | Wil |
| Nationalität | Schweizerin |
| Partei | FDP.Die Liberalen |
| Politisches Amt | Schweizer Bundesrätin |
| Departement | Eidgenössisches Finanzdepartement |
| Finanzministerin seit | 1. Januar 2023 |
| Im Bundesrat seit | 1. Januar 2019 |
| Bundespräsidentin | 2025 |
| Ehemann | Morten Keller |
| Kinder | Keine |
| Ausbildung | Übersetzerin, Konferenzdolmetscherin und Lehrerin |
| Frühere Berufe | Übersetzerin und Berufsmittelschullehrerin |
| Sprachen | Unter anderem Deutsch, Französisch und Englisch |
Wer ist Karin Keller Sutter?
Karin Keller Sutter gehört zu den einflussreichsten Politikerinnen der Schweiz. Sie vertritt die wirtschaftsliberale FDP und sitzt seit Anfang 2019 im Bundesrat. Zunächst leitete sie das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement. Seit Januar 2023 steht sie an der Spitze des Finanzdepartements.
Dort trägt Karin Keller-Sutter unter anderem Verantwortung für:
- den Bundeshaushalt
- die Schweizer Finanzpolitik
- Steuern auf Bundesebene
- die Zoll- und Grenzverwaltung
- die Finanzmarktregulierung
- die Stabilität des Bankenplatzes
- die Schuldenbremse
- die finanzielle Planung des Bundes
Im politischen Betrieb gilt sie als diszipliniert, sachkundig und strategisch geschickt. Ihre Unterstützer loben ihre Entscheidungsfähigkeit. Kritiker werfen ihr dagegen eine zu harte Sparpolitik und eine große Nähe zu wirtschaftsliberalen Positionen vor.
Herkunft und Kindheit von Karin Keller-Sutter
Karin Maria Keller-Sutter wurde am 22. Dezember 1963 in Niederuzwil geboren. Sie wuchs jedoch in Wil im Kanton St. Gallen auf. Dort führten ihre Eltern das Restaurant „Ilge“.
Karin Keller-Sutter ist das jüngste von vier Kindern und wuchs mit drei älteren Brüdern auf. Im Familienbetrieb erlebte sie schon früh, wie ein kleines Unternehmen funktioniert. Gäste mussten bedient, Rechnungen bezahlt und Einnahmen sorgfältig geplant werden.
Diese Erfahrungen prägten nach späteren Berichten ihr Verständnis von Wirtschaft und Eigenverantwortung. Ihr häufig mit ihr verbundener wirtschaftspolitischer Grundsatz lautet sinngemäß, dass Geld zuerst erwirtschaftet werden müsse, bevor es verteilt werden könne.
Das Restaurant war zugleich ein Ort, an dem Menschen mit unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Ansichten zusammenkamen. Dadurch lernte Karin Keller-Sutter schon als Jugendliche, Diskussionen zu führen und verschiedene Positionen anzuhören.
Ausbildung von Karin Keller-Sutter
Karin Keller-Sutter besuchte Schulen in Wil und Neuchâtel. Der Aufenthalt in der französischsprachigen Schweiz half ihr dabei, ihre Französischkenntnisse zu verbessern.
Anschließend ließ sie sich an der damaligen Dolmetscherschule Zürich, die heute zur Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften gehört, zur diplomierten Übersetzerin und Konferenzdolmetscherin ausbilden.
Weitere Studienaufenthalte führten sie nach London und an die Universität Montreal. In Kanada belegte sie unter anderem Politikwissenschaft.
Später absolvierte sie am Pädagogischen Institut der Universität Freiburg ein Nachdiplomstudium. Dadurch erhielt sie die Lehrbefähigung für Berufsmittelschulen.
Nach Angaben des Eidgenössischen Finanzdepartements arbeitete Karin Keller-Sutter von 1989 bis 2000 als selbstständige Übersetzerin und Berufsmittelschullehrerin.
Wie begann die politische Karriere von Karin Keller-Sutter?
Eintritt in die FDP
Karin Keller-Sutter trat 1987 der FDP bei. Zeitweise hatte sie sich in ihrer Jugend auch für linke politische Ideen interessiert. Schließlich fühlte sie sich jedoch stärker von liberalen Grundsätzen wie Freiheit, Eigenverantwortung und wirtschaftlicher Selbstständigkeit angesprochen.
Ihre aktive politische Laufbahn begann 1992. Damals wurde sie in den Gemeinderat von Wil gewählt.
Wahl in den St. Galler Kantonsrat
Im Jahr 1996 zog Karin Keller-Sutter in den St. Galler Kantonsrat ein. Dort sammelte sie weitere politische Erfahrung und wurde innerhalb ihrer Partei bekannter.
Bereits vier Jahre später folgte der nächste große Karriereschritt.
Regierungsrätin im Kanton St. Gallen
Im Jahr 2000 wurde Karin Keller-Sutter in die St. Galler Kantonsregierung gewählt. Sie übernahm das Justiz- und Sicherheitsdepartement.
Als Regierungsrätin beschäftigte sie sich unter anderem mit:
- innerer Sicherheit
- kantonaler Polizei
- Strafvollzug
- Migration und Asyl
- Hooliganismus
- öffentlicher Ordnung
- Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden
Ihre konsequente Haltung in Sicherheits- und Asylfragen brachte ihr den Ruf einer politischen Hardlinerin ein. Diese Bezeichnung lehnte sie selbst jedoch ab, weil sie ihre Arbeit nicht auf Härte reduziert sehen wollte.
Warum scheiterte Karin Keller-Sutter 2010 bei der Bundesratswahl?
Karin Keller-Sutter kandidierte 2010 erstmals für den Bundesrat. Innerhalb der FDP galt sie als aussichtsreiche Bewerberin. Gewählt wurde jedoch Johann Schneider-Ammann.
Für Keller-Sutter war die Niederlage ein schwerer politischer Rückschlag. Dennoch zog sie sich nicht aus der nationalen Politik zurück.
Stattdessen kandidierte sie 2011 erfolgreich für den Ständerat. Sie vertrat fortan den Kanton St. Gallen in der kleinen Kammer des Schweizer Parlaments.
Karin Keller-Sutter im Ständerat
Im Ständerat beschäftigte sich Karin Keller-Sutter besonders mit Wirtschafts-, Sozial-, Finanz- und Sicherheitspolitik. Gleichzeitig baute sie Kontakte zu Vertretern anderer Parteien, Wirtschaftsverbänden und gesellschaftlichen Organisationen aus.
Von 2017 bis 2018 war sie Präsidentin des Ständerates. Dieses Amt erhöhte ihre nationale Bekanntheit und stärkte ihre Position für eine spätere Bundesratskandidatur.
Vor ihrer Wahl in den Bundesrat hatte Karin Keller-Sutter außerdem verschiedene Mandate in Unternehmen, Verbänden und Stiftungen. Dazu gehörten Tätigkeiten bei:
- der Versicherungsgruppe Bâloise
- der ASGA Pensionskasse
- der NZZ-Mediengruppe
- der Swiss Retail Federation
- der Pensimo-Gruppe
- dem Schweizerischen Arbeitgeberverband
Nach ihrer Wahl in den Bundesrat trat sie von diesen Mandaten zurück.
Wahl von Karin Keller-Sutter in den Bundesrat
Am 5. Dezember 2018 wählte die Vereinigte Bundesversammlung Karin Keller-Sutter in den Bundesrat. Sie folgte auf Johann Schneider-Ammann, gegen den sie acht Jahre zuvor bei ihrer ersten Kandidatur verloren hatte.
Ihr Amt trat sie am 1. Januar 2019 an. Damit hatte sie nach der Niederlage von 2010 doch noch den Sprung in die Schweizer Landesregierung geschafft.
Karin Keller-Sutter übernahm zunächst das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement. Diese Aufgabe passte zu ihrer früheren Tätigkeit als Justiz- und Sicherheitsdirektorin des Kantons St. Gallen.
Karin Keller-Sutter als Justizministerin
Von 2019 bis Ende 2022 leitete Karin Keller-Sutter das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement. Zu ihren wichtigsten Arbeitsbereichen gehörten:
- Asyl- und Migrationspolitik
- Integration
- innere Sicherheit
- Straf- und Zivilrecht
- Polizeizusammenarbeit
- Bekämpfung von Kriminalität
- Zusammenarbeit mit europäischen Staaten
- institutionelle Beziehungen zur Europäischen Union
In ihre Amtszeit fiel außerdem die Coronapandemie. Dadurch musste sich das Departement mit rechtlichen Fragen zu Grenzkontrollen, Einreisebestimmungen und staatlichen Schutzmaßnahmen beschäftigen.
Ihre migrationspolitischen Positionen blieben umstritten. Bürgerliche Unterstützer sahen in ihr eine konsequente Vertreterin geltenden Rechts. Linke Parteien und Menschenrechtsorganisationen kritisierten dagegen Teile ihres Kurses als zu restriktiv.
Karin Keller-Sutter als Finanzministerin
Seit dem 1. Januar 2023 leitet Karin Keller-Sutter das Eidgenössische Finanzdepartement. Sie übernahm das Amt von Ueli Maurer.
Als Finanzministerin ist sie dafür verantwortlich, die Einnahmen und Ausgaben des Bundes miteinander in Einklang zu bringen. Dabei vertritt sie einen klaren finanzpolitischen Kurs: Der Staat soll seine Aufgaben erfüllen, gleichzeitig aber keine dauerhaft unfinanzierten Ausgaben beschließen.
Die Credit-Suisse-Krise
Nur wenige Monate nach ihrem Wechsel ins Finanzdepartement geriet die Schweizer Großbank Credit Suisse in eine schwere Krise. Im März 2023 unterstützten Bundesrat, Schweizerische Nationalbank und Finanzmarktaufsicht eine Notlösung, durch die UBS die Credit Suisse übernahm.
Karin Keller-Sutter verteidigte das Vorgehen mit dem Risiko eines unkontrollierten Zusammenbruchs. Eine Insolvenz der Credit Suisse hätte ihrer Darstellung zufolge erhebliche Folgen für den Schweizer und den internationalen Finanzmarkt haben können.
Kritiker beanstandeten dagegen:
- die große Bedeutung staatlicher Garantien
- die begrenzte Beteiligung des Parlaments
- mögliche Risiken für die Steuerzahler
- die Entstehung einer noch größeren UBS
- den Einfluss großer Banken auf politische Entscheidungen
Die Aufarbeitung der Credit-Suisse-Krise und die künftige Regulierung der UBS gehören auch 2026 zu den wichtigen Aufgaben von Karin Keller-Sutter.
Bankenregulierung und UBS
Nach der Übernahme der Credit Suisse steht die Frage im Mittelpunkt, wie die Schweiz eine besonders große und international vernetzte Bank absichern kann.
Dabei geht es unter anderem um:
- höhere Eigenkapitalanforderungen
- bessere Abwicklungspläne für Krisen
- stärkere Kompetenzen der Finanzmarktaufsicht
- persönliche Verantwortlichkeit von Bankmanagern
- Schutz der Schweizer Volkswirtschaft
- Vermeidung einer erneuten staatlichen Rettungsaktion
Strengere Regeln können die Sicherheit erhöhen. Gleichzeitig warnt die Bankenbranche davor, die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Finanzplatzes zu schwächen. Karin Keller-Sutter muss deshalb zwischen Stabilität und wirtschaftlicher Attraktivität abwägen.
Sparpolitik von Karin Keller-Sutter
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Bundeshaushalt. Steigende Ausgaben für Armee, Altersvorsorge, Gesundheit, Klimaschutz und internationale Aufgaben setzen die Bundesfinanzen unter Druck.
Karin Keller-Sutter unterstützt deshalb Entlastungsmaßnahmen und Ausgabenkürzungen. Sie beruft sich dabei regelmäßig auf die Schweizer Schuldenbremse.
Kritiker befürchten Einschnitte in Bereichen wie:
- Bildung und Forschung
- Entwicklungszusammenarbeit
- öffentlicher Verkehr
- Landwirtschaft
- Klimaschutz
- soziale Leistungen
- Kulturförderung
Die Finanzministerin argumentiert dagegen, dass ein Staat dauerhaft nur das ausgeben könne, was langfristig finanzierbar sei. Ihre Sparpolitik gehört deshalb zu den am stärksten diskutierten Teilen ihrer Arbeit.
War Karin Keller-Sutter Bundespräsidentin?
Karin Keller-Sutter war 2025 Bundespräsidentin der Schweiz. Die Vereinigte Bundesversammlung wählte sie am 11. Dezember 2024 mit 168 Stimmen in das Amt.
Sie war damit die erste FDP-Politikerin, die das Schweizer Bundespräsidium übernahm. Im Jahr zuvor hatte sie als Vizepräsidentin des Bundesrates gearbeitet.
Während ihres Präsidialjahres leitete Karin Keller-Sutter die Sitzungen des Bundesrates und vertrat die Schweiz bei zahlreichen internationalen Treffen. Dazu gehörten Gespräche mit ausländischen Staats- und Regierungschefs sowie Auftritte bei internationalen Organisationen.
Allerdings ist die Schweizer Bundespräsidentin nicht mit einer Präsidentin in einem präsidentiellen Regierungssystem vergleichbar. Sie besitzt keine dauerhafte Befehlsgewalt über die anderen Mitglieder des Bundesrates. Die sieben Bundesräte entscheiden weiterhin gemeinsam.
Ist Karin Keller-Sutter 2026 noch Bundespräsidentin?
Nein, Karin Keller-Sutter ist 2026 nicht mehr Bundespräsidentin. Das Schweizer Bundespräsidium wechselt jedes Jahr.
Seit dem 1. Januar 2026 ist Guy Parmelin Bundespräsident. Ignazio Cassis ist 2026 Vizepräsident. Karin Keller-Sutter bleibt Bundesrätin und Finanzministerin.
Die offizielle Übersicht der Schweizer Bundesversammlung bestätigt:
| Jahr | Bundespräsident oder Bundespräsidentin |
| 2024 | Viola Amherd |
| 2025 | Karin Keller-Sutter |
| 2026 | Guy Parmelin |
Webseiten, die Karin Keller-Sutter 2026 noch als amtierende Bundespräsidentin bezeichnen, verwenden daher wahrscheinlich veraltete Angaben.
Ehemann von Karin Keller-Sutter
Der Ehemann von Karin Keller-Sutter heißt Morten Keller. Das Paar ist seit 1989 verheiratet und lebt in Wil im Kanton St. Gallen.
Morten Keller ist Arzt. Er arbeitete als Rechtsmediziner und Psychiater und ging 2024 vorzeitig in den Ruhestand. In einem gemeinsamen Interview von 2026 erklärte er, dass ihre Beziehung mit der politischen Karriere seiner Frau mitgewachsen sei.
Als Karin Keller-Sutter noch St. Galler Regierungsrätin war, begleitete ihr Mann sie gelegentlich zu Terminen oder fuhr sie, damit beide mehr gemeinsame Zeit hatten. Seit ihrer Wahl in den Bundesrat ist ihr Alltag aufgrund des Terminkalenders und der Sicherheitsvorgaben stärker eingeschränkt.
Karin Keller-Sutter versucht dennoch, die Wochenenden regelmäßig in Wil zu verbringen. Bern bezeichnete sie in einem Interview als eine eigene politische Welt, während Wil für sie Heimat und Normalität bedeutet.
Hat Karin Keller Sutter Kinder?
Karin Keller Sutter und ihr Ehemann Morten Keller haben keine Kinder. Die Politikerin sprach öffentlich darüber, zwei Fehlgeburten erlitten zu haben.
Deshalb wäre die Behauptung falsch, dass sich das Paar einfach bewusst gegen Kinder entschieden habe. Weitere Einzelheiten zu diesem persönlichen Thema gehören zur Privatsphäre von Karin Keller-Sutter und ihrer Familie.
Morten Kellers Umgang mit psychischen Problemen
Morten Keller sprach öffentlich über eigene Panikattacken. Seine Frau unterstützte seine Entscheidung, über diese Erfahrungen zu berichten.
Karin Keller-Sutter erklärte, dass psychische Erkrankungen weiterhin zu selten offen angesprochen würden. Wenn ein Arzt und Ehemann einer Bundesrätin über Panikattacken spreche, könne das anderen Betroffenen Mut machen und helfen, Vorurteile abzubauen.
Dabei handelt es sich um die Erkrankung ihres Ehemannes. Es gibt keine bestätigten Berichte, wonach Karin Karin Keller-Sutter selbst an einer vergleichbaren psychischen Erkrankung leidet.
Wie alt ist Karin Keller-Sutter?
Karin Keller-Sutter wurde am 22. Dezember 1963 geboren. Im September 2026 ist sie daher 62 Jahre alt. Am 22. Dezember 2026 wird sie 63 Jahre alt.
Falsche Altersangaben entstehen häufig, weil ältere Artikel nicht aktualisiert werden. Das offizielle Geburtsdatum findet sich in der Biografie des Eidgenössischen Finanzdepartements.
Wo wohnt Karin Keller-Sutter?
Karin Keller-Sutter wohnt gemeinsam mit Morten Keller in einem Einfamilienhaus in Wil. Beide sind eng mit der Stadt verbunden und betrachten sie als ihren Lebensmittelpunkt.
Während der Arbeitswoche hält sich die Bundesrätin häufig in Bern oder auf politischen Reisen auf. Trotzdem versucht sie nach eigenen Angaben, regelmäßig nach Hause zurückzukehren.
Die genaue Adresse ist aus Sicherheits- und Datenschutzgründen nicht relevant und sollte nicht veröffentlicht werden.
Welche Sprachen spricht Karin Keller-Sutter?
Aufgrund ihrer Ausbildung und ihrer Aufenthalte in Neuchâtel, London und Montreal besitzt Karin Keller-Sutter umfangreiche Sprachkenntnisse. Als ausgebildete Übersetzerin und Konferenzdolmetscherin kann sie bei politischen Gesprächen sicher in mehreren Sprachen auftreten.
Besonders wichtig sind:
- Deutsch
- Französisch
- Englisch
Ihre sprachliche Ausbildung ist ein Vorteil bei internationalen Verhandlungen und offiziellen Besuchen.
Politische Positionen von Karin Keller-Sutter
Karin Keller-Sutter steht für eine bürgerliche und wirtschaftsliberale Politik. Ihre wichtigsten politischen Grundlinien sind:
Stabile Staatsfinanzen
Sie setzt sich für die Schuldenbremse, ausgeglichene Haushalte und eine Kontrolle der Bundesausgaben ein.
Wettbewerbsfähige Wirtschaft
Unternehmen sollen aus ihrer Sicht verlässliche Rahmenbedingungen, möglichst wenig unnötige Bürokratie und Zugang zu internationalen Märkten erhalten.
Eigenverantwortung
Karin Keller-Sutter betont regelmäßig, dass nicht jede gesellschaftliche Aufgabe allein vom Staat gelöst werden könne.
Kontrollierte Migration
Sie unterstützt eine geordnete Migrationspolitik, konsequente Asylverfahren und die Rückführung von Personen ohne Aufenthaltsrecht.
Sicherheit des Finanzplatzes
Als Finanzministerin muss sie dafür sorgen, dass Banken stabil bleiben und Krisen nicht die gesamte Volkswirtschaft gefährden.
Zusammenarbeit mit Europa
Die Schweiz ist wirtschaftlich eng mit der Europäischen Union verbunden. Karin Keller-Sutter unterstützt geregelte Beziehungen, betont jedoch gleichzeitig die politischen und direktdemokratischen Besonderheiten der Schweiz.
Kritik an Karin Keller-Sutter
Karin Keller-Sutter wird für ihre fachliche Vorbereitung und politische Durchsetzungsfähigkeit respektiert. Dennoch ist ihre Politik nicht unumstritten.
Zu den häufigsten Kritikpunkten gehören:
- ein zu strenger Sparkurs
- eine restriktive Asylpolitik
- große Nähe zu Wirtschaftsverbänden
- der Umgang mit der Credit-Suisse-Krise
- mögliche Nachteile geplanter Ausgabenkürzungen
- ihre Haltung zur Bankenregulierung
- ein teilweise hart wirkender Kommunikationsstil
Ein Teil der Kritik bezieht sich auch auf das öffentliche Bild von Karin Keller-Sutter als „Machtfrau“ oder „Hardlinerin“. Solche Begriffe vereinfachen jedoch ihre politische Laufbahn und ersetzen keine sachliche Bewertung einzelner Entscheidungen.
Ein Porträt von SWI swissinfo.ch beschreibt den Gegensatz zwischen ihrem harten öffentlichen Image und ihrer persönlichen, teilweise deutlich zugänglicheren Art.
Warum gilt Karin Keller-Sutter als einflussreich?
Mehrere Gründe erklären ihren großen politischen Einfluss:
- Sie besitzt mehr als drei Jahrzehnte politische Erfahrung.
- Sie kennt die kommunale, kantonale und nationale Ebene.
- Sie leitete zwei bedeutende Bundesdepartemente.
- Sie verfügt über Kontakte zu Politik und Wirtschaft.
- Finanzielle Fragen betreffen fast jedes größere Bundesprojekt.
- Sie kann komplexe Themen verständlich und in mehreren Sprachen erklären.
- Sie bleibt auch in Krisensituationen öffentlich präsent.
- Sie war 2025 Bundespräsidentin.
Gleichzeitig entscheidet sie nicht allein. Die Schweiz wird von einem siebenköpfigen Bundesrat regiert. Größere Gesetzesänderungen benötigen zudem parlamentarische Mehrheiten und können durch Volksabstimmungen beeinflusst werden.
Karin Keller-Sutter und ihr Privatleben
Obwohl Karin Keller-Sutter zu den bekanntesten Personen der Schweizer Politik gehört, hält sie große Teile ihres Privatlebens aus der Öffentlichkeit heraus.
Bekannt ist, dass sie:
- mit Morten Keller verheiratet ist
- in Wil lebt
- keine Kinder hat
- stark mit der Ostschweiz verbunden ist
- Sport als Ausgleich nutzt
- sich auch für Boxtraining interessiert
- Musik, darunter Punkrock, schätzt
Diese persönlichen Interessen zeigen eine andere Seite der häufig sehr kontrolliert auftretenden Finanzministerin. Dennoch steht bei öffentlichen Auftritten fast immer ihre politische Arbeit im Mittelpunkt.
Häufige Falschinformationen über Karin Keller Sutter
„Karin Keller Sutter ist 2026 Bundespräsidentin“
Das ist falsch. Sie war 2025 Bundespräsidentin. Im Jahr 2026 übt Guy Parmelin das Amt aus.
„Karin Keller Sutter ist unverheiratet“
Das ist falsch. Sie ist seit vielen Jahren mit dem Arzt Morten Keller verheiratet.
„Karin Keller Sutter hat Kinder“
Dafür gibt es keine Grundlage. Das Paar hat keine Kinder. Die Politikerin sprach öffentlich über zwei Fehlgeburten.
„Karin Keller Sutter ist Regierungschefin der Schweiz“
Das ist ebenfalls ungenau. Auch während ihres Präsidialjahres blieb der Bundesrat eine Kollegialregierung mit sieben grundsätzlich gleichberechtigten Mitgliedern.
„Karin Keller Sutter wurde bereits 2010 Bundesrätin“
Nein. Ihre erste Kandidatur scheiterte 2010. Gewählt wurde sie erst am 5. Dezember 2018. Ihr Amt trat sie Anfang 2019 an.
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Zeitleiste der Karriere von Karin Keller Sutter
| Jahr | Ereignis |
| 1963 | Geburt in Niederuzwil |
| 1987 | Eintritt in die FDP |
| 1989 | Beginn ihrer Tätigkeit als Übersetzerin und Lehrerin |
| 1992 | Wahl in den Gemeinderat von Wil |
| 1996 | Wahl in den St. Galler Kantonsrat |
| 2000 | Wahl in die St. Galler Kantonsregierung |
| 2010 | Erste, erfolglose Bundesratskandidatur |
| 2011 | Wahl in den Ständerat |
| 2017/2018 | Präsidentin des Ständerates |
| 2018 | Wahl in den Bundesrat |
| 2019 | Übernahme des Justiz- und Polizeidepartements |
| 2023 | Wechsel an die Spitze des Finanzdepartements |
| 2024 | Vizepräsidentin des Bundesrates |
| 2025 | Bundespräsidentin der Schweiz |
| 2026 | Weiterhin Bundesrätin und Finanzministerin |
Faqs
Karin Keller Sutter ist eine Schweizer FDP-Politikerin. Sie gehört seit 2019 dem Bundesrat an und leitet seit Januar 2023 das Eidgenössische Finanzdepartement.
Nein. Karin Keller Sutter war 2025 Bundespräsidentin. Seit Januar 2026 ist Guy Parmelin Bundespräsident der Schweiz.
Karin Keller Sutter wurde am 22. Dezember 1963 geboren. Im September 2026 ist sie 62 Jahre alt.
Der Ehemann von Karin Keller Sutter heißt Morten Keller. Er ist Arzt und arbeitete unter anderem als Rechtsmediziner und Psychiater.
Karin Keller Sutter und Morten Keller sind seit 1989 verheiratet.
Nein, Karin Keller Sutter hat keine Kinder. Sie hat öffentlich erklärt, zwei Fehlgeburten erlitten zu haben.
Karin Keller Sutter gehört der FDP.Die Liberalen an. Sie trat der Partei 1987 bei.
Sie ließ sich zur Übersetzerin und Konferenzdolmetscherin ausbilden. Außerdem belegte sie Politikwissenschaft und absolvierte eine pädagogische Ausbildung zur Berufsmittelschullehrerin.
Seit Januar 2023 leitet Karin Keller-Sutter das Eidgenössische Finanzdepartement. Zuvor stand sie dem Justiz- und Polizeidepartement vor.
Karin Keller-Sutter wohnt gemeinsam mit ihrem Ehemann in Wil im Kanton St. Gallen.
Als Finanzministerin beschäftigt sie sich 2026 unter anderem mit dem Bundeshaushalt, Sparmaßnahmen, der Schuldenbremse, der Bankenregulierung und den künftigen Anforderungen an UBS.
Die Vereinigte Bundesversammlung wählte Karin Keller-Sutter am 5. Dezember 2018 in den Bundesrat. Ihr Amt trat sie am 1. Januar 2019 an.
Fazit zu Karin Keller Sutter
Karin Keller Sutter ist 2026 Bundesrätin, Finanzministerin und eine der wichtigsten FDP-Politikerinnen der Schweiz. Ihre Laufbahn führte sie vom Gemeinderat in Wil über die St. Galler Kantonsregierung und den Ständerat bis in den Bundesrat.
Nach einer gescheiterten Kandidatur im Jahr 2010 wurde Karin Keller Sutter 2018 doch noch in die Landesregierung gewählt. Von 2019 bis 2022 leitete sie das Justiz- und Polizeidepartement. Seit 2023 steht sie dem Finanzdepartement vor. Im Jahr 2025 übernahm sie außerdem das turnusmäßig wechselnde Bundespräsidium.
Politisch steht Karin Keller Sutter für stabile Staatsfinanzen, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, Eigenverantwortung und eine kontrollierte Migrationspolitik. Besonders ihre Rolle während der Credit-Suisse-Krise, ihre Pläne zur Bankenregulierung und ihre Sparpolitik sorgen für Debatten.
Privat lebt Karin Keller Sutter mit ihrem Ehemann Morten Keller in Wil. Das Paar hat keine Kinder. Trotz ihrer internationalen Aufgaben betont sie weiterhin ihre enge Verbindung zur Ostschweiz.

