Kasachstan ist das größte Binnenland der Erde und verbindet endlose Steppen, moderne Großstädte, schneebedeckte Berge, Wüsten und jahrtausendealte Kultur. Während Astana mit futuristischer Architektur überrascht, gilt Almaty als kulturelles und landschaftliches Zentrum. In der Umgebung warten der Charyn Canyon, die Kolsai-Seen, der Kaindy-See und hohe Gipfel.
Das Land ist deutlich größer, als viele Reisende erwarten. Entfernungen zwischen einzelnen Sehenswürdigkeiten können mehrere Hundert oder sogar Tausend Kilometer betragen. Deshalb sollte eine Reise sorgfältig geplant werden.
Kasachstan im Überblick
| Merkmal | Angabe |
| Offizieller Name | Republik Kasachstan |
| Hauptstadt | Astana |
| Größte Stadt | Almaty |
| Kontinent | größtenteils Asien, kleiner Teil geografisch in Europa |
| Region | Zentralasien |
| Fläche | rund 2,7 Millionen km² |
| Einwohner | rund 20,6 Millionen, Stand August 2026 |
| Staatsform | Präsidialrepublik |
| Präsident | Kassym-Schomart Tokajew |
| Währung | Kasachischer Tenge, KZT |
| Staatssprache | Kasachisch |
| Weit verbreitete Sprache | Russisch |
| Zeitzone | UTC+5 im gesamten Land |
| Nachbarländer | Russland, China, Kirgisistan, Usbekistan und Turkmenistan |
| Unabhängigkeit | 16. Dezember 1991 |
| Höchster Berg | Khan Tengri, 6.995 Meter ohne Eiskappe |
| Internationales Kfz-Kennzeichen | KZ |
| Ländervorwahl | +7 |
Kasachstans Statistikbehörde meldete zum 1. August 2026 insgesamt 20.604.819 Einwohner. Damit ist das Land dünn besiedelt, obwohl seine Fläche fast achtmal so groß wie Deutschland ist. Kasachisches Statistikamt
Wo liegt Kasachstan?
Kasachstan befindet sich zwischen Europa und Asien. Der größte Teil gehört geografisch zu Zentralasien. Ein kleiner Abschnitt westlich des Uralflusses wird jedoch Europa zugerechnet.
Im Norden und Westen besitzt Kasachstan eine sehr lange Grenze zu Russland. Im Osten grenzt das Land an China, im Süden an Kirgisistan, Usbekistan und Turkmenistan. Im Westen liegt das Kaspische Meer, das trotz seines Namens der größte Binnensee der Welt ist.
Die Landschaft besteht aus:
- weiten Grassteppen
- Wüsten und Halbwüsten
- Gebirgen im Süden und Osten
- Seen und Flusstälern
- dem Kaspischen Tiefland
- felsigen Hochebenen im Westen
Nach Angaben der kasachischen Regierung bedecken Wüsten etwa 44 Prozent, Halbwüsten rund 14 Prozent und Steppen ungefähr 26 Prozent des Landes. Regierung Kasachstans
Ist Astana oder Almaty die Hauptstadt von Kasachstan?
Astana ist die Hauptstadt von Kasachstan. Almaty war bis 1997 Hauptstadt und ist weiterhin die größte Stadt sowie das wichtigste Kultur- und Wirtschaftszentrum.
Astana trug in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Namen. Von 2019 bis 2022 hieß die Stadt Nur-Sultan. Seit September 2022 lautet ihr offizieller Name wieder Astana.
Astana: moderne Architektur in der Steppe
Astana liegt im Norden des Landes und wurde gezielt zu einem modernen Regierungszentrum ausgebaut. Breite Straßen, große Plätze und ungewöhnliche Gebäude prägen das Stadtbild.
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören:
- der Bajterek-Turm
- die Hazrat-Sultan-Moschee
- die Nur-Astana-Moschee
- das Nationalmuseum
- der Präsidentenpalast Ak Orda
- das Einkaufs- und Freizeitzentrum Khan Shatyr
- die Pyramide des Friedens und der Eintracht
Das Klima ist extrem. Die Winter können sehr kalt und windig sein, während die Sommer warm bis heiß werden.
Almaty: Kultur, Berge und Natur
Almaty liegt im Südosten nahe der Grenze zu Kirgisistan. Hinter der Stadt erhebt sich das Transili-Alatau-Gebirge, ein Teil des Tian Shan.
Almaty wirkt grüner, lebendiger und historisch gewachsener als Astana. Reisende finden dort Cafés, Restaurants, Museen, Märkte und ein vielseitiges Nachtleben.
Sehenswert sind unter anderem:
- die Christi-Himmelfahrt-Kathedrale
- der Panfilow-Park
- das Zentrale Staatsmuseum
- der Grüne Basar
- der Kok-Tobe-Hügel
- das Opernhaus
- der Große Almaty-See
- das Wintersportgebiet Schymbulak
- die Eislaufbahn Medeu
Wegen ihrer Lage eignet sich die Stadt besonders gut als Ausgangspunkt für Naturreisen.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Kasachstan
Kasachstan bietet deutlich mehr als Astana und Almaty. Viele der eindrucksvollsten Ziele liegen außerhalb der Städte.
1. Charyn Canyon
Der Charyn Canyon liegt rund 200 Kilometer östlich von Almaty. Seine steilen Felswände und bizarren Formationen erinnern teilweise an Landschaften im Südwesten der USA.
Der bekannteste Abschnitt heißt „Tal der Burgen“. Dort führt ein Wanderweg zwischen roten und orangefarbenen Felsen zum Fluss Charyn. Im Sommer kann es sehr heiß werden. Wasser, Sonnenschutz und festes Schuhwerk sind deshalb unverzichtbar.
2. Kolsai-Seen
Die drei Kolsai-Seen liegen in einer Berglandschaft nahe der kirgisischen Grenze. Wälder, klare Gewässer und schneebedeckte Gipfel machen die Region zu einem beliebten Ziel für Wanderer.
Der erste See lässt sich relativ einfach erreichen. Der Weg zum zweiten See ist länger und körperlich anspruchsvoller. Je nach Route und Aufenthaltsdauer können Genehmigungs- oder Registrierungsregeln gelten.
3. Kaindy-See
Der Kaindy-See entstand 1911 nach einem Erdbeben und einem anschließenden Erdrutsch. Aus dem türkisfarbenen Wasser ragen abgestorbene Stämme von Fichten. Dadurch besitzt der See ein ungewöhnliches, fast geheimnisvolles Aussehen.
Die Zufahrt kann schwierig sein. Für den letzten Abschnitt empfiehlt sich häufig ein geländegängiges Fahrzeug.
4. Nationalpark Altyn-Emel
Altyn-Emel ist für seine trockenen Landschaften, farbigen Berge und die „Singende Düne“ bekannt. Wenn trockener Sand ins Rutschen gerät, kann ein tiefer, summender Ton entstehen.
Im Nationalpark leben unter anderem Kropfgazellen, Wildesel und verschiedene Greifvögel. Wegen der großen Entfernungen sollte man die Route vorher planen und ausreichend Wasser mitnehmen.
5. Turkestan
Turkestan gehört zu den bedeutendsten historischen und religiösen Städten Zentralasiens. Das wichtigste Bauwerk ist das Mausoleum von Hodscha Ahmad Yasawi. Timur ließ den monumentalen Komplex im späten 14. Jahrhundert errichten.
Das Mausoleum gehört seit 2003 zum UNESCO-Welterbe. Insgesamt besitzt Kasachstan inzwischen mehrere Kultur- und Naturstätten auf der Welterbeliste. UNESCO-Welterbe in Kasachstan
6. Felszeichnungen von Tamgaly
In Tamgaly befinden sich Tausende Felszeichnungen aus unterschiedlichen Epochen. Die ältesten Darstellungen stammen aus der Bronzezeit. Zu sehen sind Menschen, Tiere, Wagen, Jagdszenen und religiöse Motive.
Das Gebiet wurde 2004 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
7. Mangystau
Die Region Mangystau im Westen gehört zu den außergewöhnlichsten Landschaften Kasachstans. Kreidefelsen, Canyons, Salzflächen und unterirdische Moscheen bestimmen das Bild.
Bekannte Ziele sind:
- das Boszhira-Tal
- der Berg Sherkala
- die Torysh-Steinkugeln
- die unterirdische Beket-Ata-Moschee
- die Ustyurt-Hochebene
Im Jahr 2026 nahm die UNESCO die Felsmoscheen und zugehörigen heiligen Stätten von Mangystau in die Welterbeliste auf.
8. Baikonur
Baikonur ist einer der bekanntesten Weltraumbahnhöfe der Welt. Von hier startete 1961 Juri Gagarin als erster Mensch ins All. Das Gelände liegt in Kasachstan, wird jedoch von Russland gepachtet und verwaltet.
Der Zugang ist streng geregelt. Touristen dürfen Baikonur nicht einfach auf eigene Faust betreten. Besuche müssen über autorisierte Anbieter organisiert und genehmigt werden. Fotografierverbote sind unbedingt zu beachten.
9. Burabai-Nationalpark
Der Burabai-Nationalpark liegt nördlich von Astana. Seen, Wälder und markante Felsformationen bilden einen deutlichen Kontrast zur umliegenden Steppe.
Die Region wird manchmal als „kasachische Schweiz“ bezeichnet. Sie eignet sich zum Wandern, Schwimmen, Bootfahren und für kurze Ausflüge ab Astana.
Kultur und Menschen in Kasachstan
Die kasachische Kultur wurde stark vom Nomadenleben der Steppe geprägt. Pferde, Jurten, traditionelle Musik und Gastfreundschaft spielen bis heute eine wichtige Rolle.
Kasachstan ist zugleich ein multiethnisches Land. Neben Kasachen leben dort unter anderem Russen, Usbeken, Ukrainer, Uiguren, Tataren und Deutsche. Kasachen stellten Anfang 2025 rund 71,5 Prozent der Bevölkerung, Russen etwa 14,4 Prozent.
Die Mehrheit der ethnischen Kasachen ist muslimisch. Daneben existiert eine bedeutende russisch-orthodoxe Gemeinschaft. Religion wird von vielen Menschen vergleichsweise zurückhaltend und mit regionalen Unterschieden gelebt.
Welche Sprachen spricht man in Kasachstan?
Kasachisch ist die Staatssprache. Es gehört zur Familie der Turksprachen und ist mit Kirgisisch, Türkisch und anderen zentralasiatischen Sprachen verwandt.
Russisch wird im Alltag, in den Medien, im Geschäftsleben und zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen weiterhin häufig verwendet. Englisch ist vor allem bei jüngeren Menschen, in internationalen Hotels und in touristischen Betrieben verbreitet.
Außerhalb der großen Städte erleichtern einige Wörter auf Kasachisch oder Russisch die Verständigung deutlich.
Typisches Essen in Kasachstan
Fleisch, Teigwaren und Milchprodukte bilden die Grundlage vieler traditioneller Gerichte. Die Küche spiegelt sowohl das frühere Nomadenleben als auch russische, usbekische und uigurische Einflüsse wider.
Typische Speisen sind:
- Beschbarmak: gekochtes Fleisch mit breiten Teigplatten und Brühe
- Kazy: traditionelle Wurst aus Pferdefleisch
- Manti: gedämpfte Teigtaschen mit Fleisch oder Gemüse
- Plow: Reisgericht mit Fleisch, Karotten und Gewürzen
- Baursaki: kleine frittierte Teigstücke
- Lagman: Nudeln mit Fleisch, Gemüse und kräftiger Soße
- Schaschlik: gegrillte Fleischspieße
- Kurt: salzige, getrocknete Käsebällchen
- Kumys: vergorene Stutenmilch
Vegetarisches Essen ist in Almaty und Astana relativ leicht zu finden. In ländlichen Regionen kann die Auswahl jedoch kleiner sein.
Wann ist die beste Reisezeit für Kasachstan?
Die beste Reisezeit hängt von der Region und der geplanten Aktivität ab. Kasachstan besitzt ein stark kontinentales Klima mit heißen Sommern und sehr kalten Wintern.
| Reisezeit | Geeignet für |
| April bis Mai | Städte, südliche Regionen, erste Wanderungen |
| Juni bis September | Gebirge, Seen, Rundreisen und Nationalparks |
| September bis Oktober | Wandern, Kulturreisen, mildere Temperaturen |
| Dezember bis März | Wintersport bei Almaty |
| Hochsommer | Mangystau nur mit guter Hitzeplanung |
| Winter | Astana nur mit geeigneter Winterkleidung |
Für eine klassische Rundreise eignen sich Mai, Juni, September und Anfang Oktober besonders gut. Im Hochsommer können Wüstenregionen extrem heiß werden. Im Norden fallen die Temperaturen im Winter teilweise unter minus 30 Grad.
Seit dem 1. März 2024 gilt in ganz Kasachstan einheitlich die Zeitzone UTC+5. Offizielle Zeitregelung
Einreise nach Kasachstan 2026
Deutsche Staatsangehörige können nach aktuellem Stand für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen ohne Visum einreisen. Ein Aufenthalt von mehr als 30 Tagen erfordert grundsätzlich ein Visum.
Wichtige Regeln:
- Ein Reisepass oder vorläufiger Reisepass ist erforderlich.
- Der Personalausweis reicht nicht aus.
- Das Reisedokument muss bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
- Eine elektronische Reisegenehmigung über QazETA wird während der Pilotphase empfohlen, ist aber nicht zwingend.
- Die Einreise muss innerhalb von drei Arbeitstagen beim Migrationsdienst angezeigt werden.
- Normalerweise übernimmt das Hotel oder die einladende Person diese Meldung.
- Reisende sollten sich einen Nachweis über die Registrierung geben lassen.
Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, sollten Reisende vor der Abfahrt die Hinweise der kasachischen Botschaft und des Auswärtigen Amts kontrollieren.
Ist Kasachstan sicher?
Kasachstan gilt grundsätzlich als vergleichsweise sicheres Reiseland. Das Auswärtige Amt bewertet die landesweite Sicherheitslage aktuell als stabil. In Astana und Almaty kommen jedoch Taschendiebstahl, Trickbetrug, Raub und Probleme mit inoffiziellen Taxis vor.
Reisende sollten:
- Demonstrationen und größere Menschenansammlungen meiden
- offizielle Taxis oder bekannte Fahrdienste nutzen
- nachts in unbekannten Gegenden vorsichtig sein
- Wertgegenstände nicht offen zeigen
- Überlandfahrten bei Dunkelheit vermeiden
- Wetter- und Straßenwarnungen beachten
- in abgelegenen Regionen genug Wasser und Treibstoff einplanen
Kasachstan liegt außerdem in einer seismisch aktiven Region. Besonders rund um Almaty können Erdbeben und Erdrutsche auftreten.
Gesetze und gesellschaftliche Regeln
Drogenbesitz wird sehr streng bestraft. Schon geringe Mengen können zu hohen Haftstrafen führen.
Militärische Anlagen, Sicherheitskräfte, Flughäfen und bestimmte Regierungsgebäude sollten nicht fotografiert werden. Für Drohnen gelten Registrierungs- und Genehmigungspflichten.
Gleichgeschlechtliche Handlungen sind nicht generell strafbar. Allerdings gibt es keinen umfassenden Schutz vor Diskriminierung. Seit März 2026 können zudem öffentliche Äußerungen, die als sogenannte „Propaganda nichttraditioneller Beziehungen“ bewertet werden, rechtliche Folgen haben. LGBTIQ-Reisende sollten deshalb die aktuellen Sicherheitshinweise besonders sorgfältig prüfen.
Verkehr und Fortbewegung
Wegen der enormen Entfernungen sind Inlandsflüge oft die schnellste Verbindung zwischen den Regionen. Züge sind langsamer, bieten jedoch eine interessante Möglichkeit, das Land zu erleben.
In den Städten stehen Busse, Taxis und Fahrdienst-Apps zur Verfügung. Mietwagen eignen sich für einige Regionen, doch Straßen außerhalb der großen Städte können schlecht ausgebaut sein.
Für abgelegene Ziele wie Mangystau, Altyn-Emel oder Kaindy ist häufig ein Geländewagen sinnvoll. Wer selbst fährt, benötigt zusätzlich zum deutschen Führerschein einen internationalen Führerschein oder eine amtlich beglaubigte Übersetzung.
Geld, Internet und praktische Tipps
Bezahlt wird mit dem Kasachischen Tenge. Kreditkarten werden in Astana und Almaty vielerorts akzeptiert. Für Dörfer, Märkte und abgelegene Regionen bleibt Bargeld wichtig.
Weitere Tipps:
- lokale SIM-Karten bieten meist günstiges mobiles Internet
- Leitungswasser sollte nicht überall ungeprüft getrunken werden
- eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist empfehlenswert
- in abgelegenen Regionen kann die medizinische Versorgung eingeschränkt sein
- eine Offline-Karte erleichtert Reisen ohne Mobilfunkempfang
- für Wanderungen sollte man Wetterwechsel und Höhenlage berücksichtigen
- bei privaten Fotos sollte vorher um Erlaubnis gebeten werden
Wirtschaft und Bedeutung Kasachstans
Kasachstan besitzt große Vorkommen an Erdöl, Erdgas, Uran, Kohle, Kupfer und weiteren Rohstoffen. Das Land gehört zu den wichtigsten Uranproduzenten der Welt. Auch Landwirtschaft, Metallverarbeitung, Logistik und Finanzdienstleistungen spielen eine bedeutende Rolle.
Seine Lage zwischen China, Russland, dem Kaspischen Meer und Europa macht Kasachstan zu einem wichtigen Transitland. Gleichzeitig versucht die Regierung, die Wirtschaft stärker zu diversifizieren und erneuerbare Energien auszubauen.
Nach Angaben der Weltbank wuchs die Wirtschaft 2025 um 6,5 Prozent. Einen wichtigen Anteil daran hatten eine höhere Ölförderung, die Binnennachfrage und der Ausbau des Tengiz-Ölfeldes. Weltbank
Geschichte Kasachstans kurz erklärt
Das Gebiet des heutigen Kasachstans war über Jahrtausende Heimat nomadischer Völker und Teil bedeutender Handelswege der Seidenstraße.
Wichtige Stationen waren:
- frühe Saken- und Skythenkulturen
- Ausbreitung verschiedener Turkvölker
- mongolische Eroberungen im 13. Jahrhundert
- Entstehung des Kasachischen Khanats im 15. Jahrhundert
- zunehmende Eingliederung in das Russische Reich
- Gründung der Kasachischen Sowjetrepublik
- Hungersnot und Zwangskollektivierung in den 1930er-Jahren
- sowjetische Atomtests bei Semipalatinsk
- Nutzung des Weltraumbahnhofs Baikonur
- Unabhängigkeit am 16. Dezember 1991
- Verlegung der Hauptstadt von Almaty nach Astana 1997
Nursultan Nasarbajew führte das Land von der Unabhängigkeit bis 2019. Seit März 2019 ist Kassym-Schomart Tokajew Präsident. Menschenrechtsorganisationen kritisieren weiterhin Einschränkungen der Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit.
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Häufige Fragen zu Kasachstan
Der größte Teil Kasachstans liegt in Zentralasien. Ein kleiner Teil westlich des Uralflusses wird geografisch Europa zugerechnet. Deshalb gilt das Land als transkontinental.
Astana ist die Hauptstadt. Almaty ist jedoch die größte Stadt und das wichtigste Kultur- und Wirtschaftszentrum des Landes.
Am 1. August 2026 lebten nach Angaben der nationalen Statistikbehörde rund 20,6 Millionen Menschen im Land.
Kasachisch ist die Staatssprache. Russisch wird ebenfalls sehr häufig gesprochen. In touristischen Betrieben der Großstädte kommt zunehmend Englisch hinzu.
Für touristische Aufenthalte von höchstens 30 Tagen benötigen deutsche Staatsangehörige derzeit kein Visum. Ein gültiger Reisepass und die vorgeschriebene Meldung beim Migrationsdienst bleiben notwendig.
Kasachstan ist für Reisende aus Deutschland häufig günstiger als Westeuropa. Lokale Restaurants, öffentliche Verkehrsmittel und Zugreisen sind meist preiswert. Inlandsflüge, organisierte Geländewagentouren und moderne Hotels können dagegen deutlich mehr kosten.
Mai, Juni, September und Anfang Oktober eignen sich gut für Rundreisen. Für Bergwanderungen sind meist Juni bis September ideal. Wintersport ist von Dezember bis März möglich.
Ja. Astana, Almaty und gut angebundene Städte lassen sich selbstständig besuchen. Für abgelegene Wüsten-, Canyon- und Gebirgsregionen sind ein erfahrener Fahrer oder eine organisierte Tour oft sinnvoller.
Fazit: Lohnt sich eine Reise nach Kasachstan?
Kasachstan lohnt sich besonders für Reisende, die Natur, große Landschaften und weniger überlaufene Reiseziele suchen. Astana bietet moderne Architektur, während Almaty Kultur, Gastronomie und einen schnellen Zugang zum Tian Shan verbindet.
Charyn Canyon, Kolsai, Kaindy, Turkestan und Mangystau zeigen, wie unterschiedlich das Land ist. Allerdings verlangen die enormen Entfernungen, das extreme Klima und die teilweise schwache Infrastruktur eine gute Vorbereitung. Wer genügend Zeit einplant und sich über aktuelle Regeln informiert, kann eines der vielseitigsten Länder Zentralasiens entdecken.

