Ein klassisches Spitzbuben Rezept gehört für viele genauso zur Weihnachtszeit wie Vanillekipferl, Zimtsterne oder Butterplätzchen. Die kleinen Doppelkekse bestehen aus zartem Mürbeteig, einer fruchtigen Marmeladenfüllung und einer feinen Schicht Puderzucker. Besonders typisch ist die obere Plätzchenhälfte mit einem ausgestochenen Herz, Stern oder Kreis, durch den die rote Konfitüre sichtbar wird.
Dabei sehen Spitzbuben aufwendiger aus, als sie tatsächlich sind. Ein einfacher Mürbeteig, etwas Ruhezeit im Kühlschrank und die richtige Backtemperatur reichen aus, damit die Plätzchen schön mürbe werden und ihre Form behalten.
Unser Spitzbuben Rezept ergibt etwa 30 gefüllte Doppelkekse und lässt sich sowohl mit Himbeer- als auch mit Johannisbeer-, Erdbeer- oder Aprikosenkonfitüre zubereiten.
Spitzbuben Rezept auf einen Blick
| Merkmal | Angaben |
| Vorbereitung | ca. 25 Minuten |
| Kühlzeit | ca. 60 Minuten |
| Backzeit | 8–10 Minuten pro Blech |
| Temperatur | 175 °C Ober-/Unterhitze |
| Umluft | etwa 160 °C |
| Menge | ca. 30 Spitzbuben |
| Schwierigkeit | einfach bis mittel |
| Teig | Mürbeteig |
| Füllung | Marmelade oder Konfitüre |
| Haltbarkeit | etwa 2–3 Wochen |
Die genaue Menge hängt davon ab, wie groß die verwendeten Ausstechformen sind und wie dünn der Teig ausgerollt wird.
Zutaten für klassische Spitzbuben
Für etwa 30 zusammengesetzte Plätzchen brauchst du:
Für den Mürbeteig
- 300 g Weizenmehl Type 405
- 200 g kalte Butter
- 100 g Zucker
- 1 Eigelb
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- etwas fein abgeriebene Bio-Zitronenschale
Für die Füllung
- etwa 150 g Himbeerkonfitüre oder Johannisbeergelee
Zum Bestäuben
- etwa 2–3 EL Puderzucker
Wer einen etwas nussigeren Geschmack bevorzugt, kann außerdem einen Teil des Mehls durch fein gemahlene Mandeln ersetzen.
Spitzbuben Rezept: Schritt für Schritt
1. Mürbeteig vorbereiten
Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel vermischen.
Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und zusammen mit dem Eigelb und etwas Zitronenschale hinzufügen.
Alle Zutaten möglichst zügig zu einem glatten Teig verkneten. Dafür kannst du zunächst die Knethaken des Handmixers beziehungsweise einer Küchenmaschine verwenden und anschließend kurz mit den Händen weiterarbeiten.
Mürbeteig sollte nicht unnötig lange geknetet werden. Durch warme Hände wird die Butter weich, wodurch der Teig klebrig werden kann.
2. Teig kalt stellen
Den fertigen Teig zu einer flachen Scheibe formen und abgedeckt für mindestens 60 Minuten in den Kühlschrank legen.
Die Kühlzeit ist bei diesem Spitzbuben Rezept besonders wichtig. Kalter Mürbeteig lässt sich leichter ausrollen und die ausgestochenen Formen verlaufen beim Backen weniger stark.
Du kannst den Teig auch bereits am Vorabend vorbereiten und über Nacht im Kühlschrank aufbewahren.
3. Backofen vorheizen
Den Backofen auf:
175 °C Ober-/Unterhitze
oder
160 °C Umluft
vorheizen.
Ein oder mehrere Backbleche mit Backpapier auslegen.
4. Teig ausrollen
Die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben.
Den gekühlten Teig portionsweise etwa 3 Millimeter dick ausrollen.
Dabei nicht zu viel zusätzliches Mehl verwenden. Sonst können die Spitzbuben später trocken oder hart werden.
5. Spitzbuben ausstechen
Aus dem Teig eine gerade Anzahl Plätzchen ausstechen.
Die Hälfte bleibt vollständig geschlossen. Bei der anderen Hälfte wird zusätzlich in der Mitte ein kleines Motiv ausgestochen.
Typische Formen sind:
- Herzen
- Sterne
- Kreise
- Blüten
- kleine Rauten
Damit Ober- und Unterseite später genau zusammenpassen, sollten beide Hälften mit derselben großen Ausstechform hergestellt werden.
6. Spitzbuben backen
Die Plätzchen vorsichtig auf das vorbereitete Backblech legen.
Im vorgeheizten Ofen etwa 8 bis 10 Minuten backen.
Sie sind fertig, wenn die Ränder gerade beginnen, eine leichte goldene Farbe anzunehmen.
Spitzbuben sollten nicht dunkelbraun werden. Zu langes Backen macht den Mürbeteig unnötig trocken.
Die Plätzchen anschließend vorsichtig auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
Welche Marmelade eignet sich für Spitzbuben?
Traditionell werden Spitzbuben gerne mit einer leicht säuerlichen roten Konfitüre oder einem Gelee gefüllt.
Besonders gut eignen sich:
- Himbeerkonfitüre
- Johannisbeergelee
- Himbeer-Johannisbeer-Konfitüre
- Erdbeerkonfitüre
- Kirschkonfitüre
- Aprikosenkonfitüre
Himbeer- und Johannisbeerfüllungen passen besonders gut zum süßen Mürbeteig, weil ihre leichte Säure einen schönen Kontrast bildet.
Gelee hat außerdem den Vorteil, dass es keine Fruchtstücke oder Kerne enthält und sich deshalb besonders gleichmäßig verteilen lässt.
Spitzbuben richtig füllen
Die Marmelade zunächst in einem kleinen Topf kurz erwärmen. Sie sollte dadurch nur etwas flüssiger werden und nicht lange kochen.
Bei Konfitüre mit größeren Fruchtstücken kannst du sie vorher durch ein feines Sieb streichen.
Nun jeweils etwa einen halben bis einen Teelöffel Marmelade auf die Unterseite eines Plätzchens geben.
Dabei einen kleinen Rand frei lassen. Wird zu viel Füllung verwendet, läuft sie beim Zusammensetzen seitlich heraus.
Anschließend die Oberseiten vorsichtig aufsetzen.
Wann kommt der Puderzucker auf die Spitzbuben?
Für besonders schöne Spitzbuben empfiehlt sich folgende Reihenfolge:
Zunächst die ausgestochenen oberen Plätzchen vor dem Zusammensetzen mit Puderzucker bestäuben.
Danach werden sie auf die mit Marmelade bestrichenen Unterseiten gesetzt.
Dadurch bleibt die Marmelade im ausgestochenen Fenster kräftig rot und wird nicht ebenfalls mit einer weißen Puderschicht bedeckt.
Natürlich können die fertigen Spitzbuben auch nachträglich komplett bestäubt werden.
Warum muss Spitzbuben-Teig in den Kühlschrank?
Das Kühlen erfüllt mehrere Aufgaben.
Die Butter wird wieder fest und der Mürbeteig dadurch stabiler. Gleichzeitig lässt er sich besser ausrollen und ausstechen.
Vor allem aber behalten die Spitzbuben beim Backen ihre Konturen.
Ist der Teig zu warm, kann er weich werden und stärker auseinanderlaufen. Die kleinen ausgestochenen Herzen oder Sterne sind anschließend weniger deutlich zu erkennen.
Was tun, wenn der Teig zu weich ist?
Einfach noch einmal für etwa 15 bis 30 Minuten kalt stellen.
Was tun, wenn der Teig zu hart ist?
Den Teig einige Minuten bei Raumtemperatur liegen lassen. Anschließend portionsweise mit den Händen kurz geschmeidig machen.
Tipps für besonders mürbe Spitzbuben
Mit einigen kleinen Tricks gelingt das klassische Spitzbuben Rezept noch zuverlässiger:
Kalte Butter verwenden: Sie sorgt für die typische mürbe Konsistenz.
Teig nur kurz kneten: Zu langes Kneten kann den Mürbeteig fester machen.
Teig portionsweise ausrollen: Der übrige Teig bleibt währenddessen im Kühlschrank.
Nicht zu viel Mehl verwenden: Zusätzliches Mehl macht Plätzchen schnell trockener.
Gleichmäßig ausrollen: Dadurch sind alle Spitzbuben ungefähr gleichzeitig fertig.
Nicht zu dunkel backen: Eine leichte Farbe am Rand reicht vollkommen aus.
Vollständig auskühlen lassen: Warme Mürbeteigplätzchen brechen deutlich leichter.
Spitzbuben mit Mandeln
Eine beliebte Variante sind Spitzbuben mit gemahlenen Mandeln.
Dafür kannst du beispielsweise:
- 250 g Mehl und
- 50 g fein gemahlene Mandeln
anstelle von 300 g Mehl verwenden.
Die Mandeln verleihen den Plätzchen einen etwas kräftigeren Geschmack und machen den Teig besonders aromatisch.
Auch gemahlene Haselnüsse funktionieren, verändern den klassischen Geschmack allerdings stärker.
Spitzbuben ohne Ei
Spitzbuben lassen sich auch ohne Ei zubereiten.
Für einen einfachen Mürbeteig kannst du beispielsweise verwenden:
- 300 g Mehl
- 200 g Butter
- 100 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
Falls der Teig beim Kneten zu trocken bleibt, kann ein kleiner Schuss kaltes Wasser oder Milch helfen.
Auch hier gilt: Flüssigkeit nur sparsam hinzufügen.
Vegane Spitzbuben
Für vegane Spitzbuben ersetzt du die Butter durch eine feste pflanzliche Backmargarine oder einen veganen Butterersatz.
Das Eigelb kann bei einem klassischen Mürbeteig einfach entfallen.
Achte außerdem darauf, dass die verwendete Konfitüre und der Zucker den persönlichen veganen Anforderungen entsprechen.
Spitzbuben mit Nutella oder Schokolade
Nicht jede Variante muss traditionell sein.
Anstelle von Marmelade lassen sich die Plätzchen beispielsweise mit einer Nuss-Nougat-Creme zusammensetzen.
Andere Möglichkeiten sind:
- Pistaziencreme
- Zitronencreme
- Schokoladenganache
- Karamellcreme
Allerdings verändert sich dadurch der typische fruchtig-säuerliche Geschmack klassischer Spitzbuben deutlich.
Spitzbuben mit verschiedenen Marmeladen
Besonders dekorativ wirkt eine Plätzchendose mit unterschiedlichen Farben.
Dafür kannst du mehrere Füllungen kombinieren:
| Füllung | Geschmack |
| Himbeere | fruchtig und leicht säuerlich |
| Johannisbeere | deutlich säuerlich |
| Erdbeere | süß und mild |
| Aprikose | fruchtig und fein säuerlich |
| Kirsche | kräftig und fruchtig |
| Brombeere | intensiv und leicht herb |
Dadurch lässt sich aus einem einzigen Teig eine abwechslungsreiche Mischung herstellen.
Wie bewahrt man Spitzbuben auf?
Fertige Spitzbuben am besten vollständig auskühlen und die Marmelade etwas fest werden lassen.
Anschließend kommen die Plätzchen in eine gut schließende Keksdose.
Zwischen mehrere Schichten kannst du Backpapier legen. Dadurch kleben die Plätzchen weniger aneinander und der Puderzucker bleibt schöner.
Kühl, trocken und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt gelagert halten sie sich in der Regel ungefähr zwei bis drei Wochen.
Oft schmecken Spitzbuben nach ein oder zwei Tagen sogar besonders gut, weil die Marmelade etwas Feuchtigkeit an den Mürbeteig abgibt und die Plätzchen dadurch angenehm zart werden.
Kann man Spitzbuben vorbereiten?
Ja. Gerade für die Weihnachtsbäckerei eignet sich dieses Rezept sehr gut zum Vorbereiten.
Der rohe Mürbeteig kann normalerweise ein bis zwei Tage vorher zubereitet und gut abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Alternativ kannst du zunächst nur die Plätzchen backen und sie später füllen.
So lässt sich eine größere Weihnachtsbäckerei gut auf mehrere Tage verteilen.
Kann man Spitzbuben einfrieren?
Ungefüllte Mürbeteigplätzchen lassen sich grundsätzlich gut einfrieren.
Nach dem Auftauen können sie mit Marmelade gefüllt und anschließend mit Puderzucker bestäubt werden.
Auch der rohe Mürbeteig lässt sich einfrieren. Vor der Verarbeitung sollte er langsam im Kühlschrank auftauen.
Für die schönste Optik empfiehlt es sich jedoch, Puderzucker immer erst relativ kurz vor dem Servieren aufzutragen.
Warum werden meine Spitzbuben hart?
Dafür kommen mehrere Ursachen infrage.
Häufig wurden sie schlicht zu lange gebacken. Mürbeteig benötigt nur wenig Farbe.
Auch zu viel Mehl beim Ausrollen kann die Plätzchen trockener machen.
Ein weiterer Grund kann zu langes Kneten sein. Deshalb sollte ein Mürbeteig möglichst schnell verarbeitet werden.
Nach dem Füllen werden Spitzbuben meistens innerhalb von ein bis zwei Tagen etwas weicher.
Warum laufen Spitzbuben beim Backen auseinander?
Wenn die Formen im Ofen stark verlaufen, war der Teig häufig zu warm.
Das lässt sich vermeiden, indem du:
- kalte Butter verwendest,
- den Teig ausreichend kühlst,
- immer nur kleine Portionen ausrollst und
- ausgestochene Plätzchen bei Bedarf vor dem Backen noch einmal kurz kalt stellst.
Außerdem sollte das Backblech nicht heiß sein, wenn der ungebackene Teig daraufgelegt wird.
Spitzbuben Rezept für Weihnachten
Spitzbuben sind zwar ganzjährig möglich, besonders beliebt sind sie jedoch in der Adventszeit.
Mit entsprechenden Ausstechern lassen sie sich leicht weihnachtlich gestalten. Sterne, Tannenbäume oder kleine Herzen eignen sich besonders gut.
Zusammen mit Vanillekipferln, Zimtsternen, Lebkuchen und klassischen Butterplätzchen sorgen die roten Marmeladenfenster außerdem für Farbe auf dem Plätzchenteller.
Unterschied zwischen Spitzbuben und Linzer Plätzchen
Die Begriffe werden im Alltag nicht immer einheitlich verwendet.
Sowohl Spitzbuben als auch Linzer Plätzchen bestehen typischerweise aus zwei Gebäckhälften, die mit Marmelade oder Gelee zusammengesetzt werden.
Linzer Teige enthalten allerdings häufig gemahlene Mandeln oder Haselnüsse und Gewürze. Je nach Region und Rezept überschneiden sich beide Varianten stark.
Deshalb findet man sehr ähnliche Plätzchen auch unter Bezeichnungen wie:
- Linzer Augen
- Hildabrötchen
- Terrassenplätzchen
- Marmeladenplätzchen
Die genaue Bezeichnung hängt teilweise von der Region und der Form des Gebäcks ab.
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FAQ zum Spitzbuben Rezept
Besonders beliebt sind Himbeerkonfitüre und Johannisbeergelee. Auch Erdbeer-, Kirsch- oder Aprikosenkonfitüre eignen sich hervorragend.
Bei 175 °C Ober-/Unterhitze benötigen die Plätzchen normalerweise ungefähr 8 bis 10 Minuten. Sie sollten nur leicht Farbe bekommen.
Etwa 3 Millimeter sind ein guter Richtwert. Sehr dünne Plätzchen brechen leichter, während sehr dicke Spitzbuben nach dem Zusammensetzen schnell mächtig werden.
Mindestens etwa 60 Minuten im Kühlschrank sind empfehlenswert. Dadurch lässt sich der Teig leichter ausrollen und behält beim Backen besser seine Form.
In einer gut verschlossenen Plätzchendose halten sich Spitzbuben kühl und trocken gelagert normalerweise ungefähr zwei bis drei Wochen.
Ja. Spitzbuben eignen sich sogar sehr gut zum Vorbereiten. Nach einem Tag in der Dose werden sie durch die Marmeladenfüllung häufig noch etwas zarter.
Puderzucker sorgt vor allem für die klassische Optik und zusätzliche Süße. Besonders sauber sieht das Ergebnis aus, wenn nur die oberen Plätzchenhälften vor dem Zusammensetzen bestäubt werden.
Ja. Gemahlene Mandeln sind nicht zwingend notwendig. Ein klassischer Mürbeteig aus Mehl, Butter und Zucker funktioniert ebenfalls hervorragend.
Fazit: Einfaches Spitzbuben Rezept für mürbe Plätzchen
Ein gutes Spitzbuben Rezept braucht keine außergewöhnlichen Zutaten. Mehl, Butter, Zucker, Eigelb und Marmelade reichen bereits für wunderbar mürbe Weihnachtsplätzchen.
Entscheidend sind vielmehr einige Details: Der Mürbeteig sollte kühl verarbeitet, nicht zu lange geknetet und nur hell gebacken werden. Eine leicht säuerliche Himbeer- oder Johannisbeerfüllung bildet anschließend den perfekten Gegenpol zum süßen Teig.
Wer den Klassiker variieren möchte, kann Mandeln in den Teig geben, verschiedene Marmeladen verwenden oder die Plätzchen mit Schokolade beziehungsweise Nuss-Nougat-Creme füllen.

